Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 30. Januar 2001

"Katsinam" fasziniert Jugendliche

Steigende Besucherzahlen in der Völkerkundesammlung

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Zwei Katsinam³-Figuren; Foto: Privat

Die Neugier wächst, und die steigenden Besucherzahlen tragen dem großen Anliegen der Völkerkundesammlung am Dom endlich Rechnung: Denn Lübecks ethnologisches Museum hat seine ganze Ausstellungsfläche für "Katsinam - Figuren der Pueblo-Indianer Nordamerikas" aus der Studiensammlung Horst Antes zur Verfügung gestellt, um diese einmalige Schau präsentieren zu können.

Was der bedeutende zeitgenössische Künstler Horst Antes in Jahrzehnten aus den US-Staaten Arizona und New Mexico an religiös motivierten, handgefertigten Figuren zusammengetragen hat, wird in der Völkerkundesammlung beispielhaft aufbereitet.

Fremde Gebräuche

Von dem Einblick in eine ferne, bunte Welt profitieren inzwischen immer mehr Jugendliche. Brigitte Templin, die Leiterin der Völkerkundesamm- lung, freut sich besonders über die verstärkte Anmeldung von Schulklassen, die in fremde Gebräuche eingeführt werden.

Neben dem Anschauen und Erläutern besteht für Kinder zudem die Möglichkeit, im Do-it-yourself-Verfahren in die Materie einzudringen. Der "Krokodil- Mumien-Club" trifft sich an jedem ersten Sonnabend im Monat und bastelt - derzeit "Katsi- nam"-Figuren und Modelle eines Hopi-Indianerdorfs. Auch dieser Club, der durch die Völkerkundesammlung seine spielerischen Anregungen bezieht, nimmt neue Mitglieder auf -Anmeldung unter der Rufnummer 122 43 42.

Von den Erwachsenen kommen Besucher sogar aus Berlin und Süddeutschland:"Katsi-nam" spricht sich rum - selbst ein Museum in Tokio interessiert sich für die Sammlung. Sie wird dokumentiert in einem hervorragenden großformatigen Katalog (324 Seiten, reich illustriert, 86 Mark), den Horst Antes gestaltet hat und der in Fachkreisen - nicht nur in Übersee - bereits höher gehandelt wird.

Die nächste Führung gibt es am Sonntag, 4. Januar, 11.30 Uhr, mit Brigitte Templin, die im Anschluß an diese Ausstellung (bis 21. Oktober) im Herbst einen Afrika-Schwerpunkt plant: Afrikanische Puppen und Afrikanische Felszeichnungen aus zwei Schweizer Sammlungen sowie Moderne Skulpturen aus Zim-babwe.

Die

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