Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 06. Februar 2001

Straßenverkehr darf weiter rollen

Untersuchung von Luftschadstoffen: Benzol halbiert, Stickstoffdioxid unverändert

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Heike Mayer zeigt die Apparatur für Stickstoffdioxid im Innern des Luftmeßcontainers am Lindenplatz; Foto: M. Rulfs

"Die wesentliche Quelle für die Schadstoffe in der Luft ist nach wie vor der Autoverkehr", sagt Joachim Lehmhaus, Leiter des staatlichen Umweltamtes Itzehoe, das für die lufthygienische Überwachung Schleswig-Holsteins (LÜSH) zuständig ist. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Heike Mayer, berichtete er vergangene Woche der Presse vom Luftschadstoff- Meßpro- gramm in Lübeck.

Auffällig sei die Halbierung der gemessenen Benzolwerte in der Luft verkehrsreicher Straßen. Die starke Senkung dieses krebs- erregenden Stoffes ist leicht erklärt: Ab dem 1. Januar 2000 darf Benzin statt fünf Prozent nur noch ein Prozent Benzol enthalten. Daher liegen seitdem auch an verkehrsreichen Meßstellen in Lübeck, wie zum Beispiel am Lindenplatz, am Pferdemarkt und an der Großen Burgstraße die im Jahresdurchschnitt gemessenen Werte unter dem Grenzwert, der in der Europäischen Union ab dem Jahr 2010 gelten soll - fünf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Der Gehalt von Stickstoffdioxid in der Luft habe sich dagegen seit etwa acht Jahren kaum verändert: An verkehrsreichen Standorten wird der Grenzwert, der in der EU ab 2010 gelten soll - 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - überschritten. An der Großen Burgstraße und an der Holstenstraße liegt er bei durchschnittlich 55 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Ob die Hansestadt hier in den Verkehr regulierend eingreifen muß, hänge davon ab, wie sich die Verkehrszahlen in den nächsten Jahren weiter entwickeln werden und ob es gelinge, den Schadstoffausstoß der Fahrzeuge zu reduzieren.

Informationen über aktuelle Luftschadstoffe veröffentlicht das LÜHS im Internet:

@ http://www.umwelt.schleswig-holstein.de

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