Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 20. Februar 2001

Das Kaufhaus als Magnet?

Die Neubaupläne auf dem Markt rufen Kritiker und Befürworter auf den Plan

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Der Neubauvorschlag: Das Kaufhaus an der linken Seite, davor ein Café; Foto: Architekturbüro

Der Lübecker Markt hat europäische Qualität. Das sagt der Düsseldorfer Architekt Chri- stoph Ingenhoven, der im Auftrag des Textilunternehmens Peek & Cloppenburg einen Neubau an der Stelle der alten Post und des "Stadthauses" plant. Doch der vorgelegte Entwurf löst nicht nur Begeisterung aus. Der Baukörper aus Glas und Stahl sei in der Materialwahl "beliebig", also zu wenig Lübeck-typisch, und zu groß. Die bestehenden historischen Gebäude an Lübecks zentraler Anlaufstelle in der Altstadt würden dadurch an den Rand gedrängt, befürchten die Kritiker. Sie verweisen auf den städtebaulichen Wettbewerb im Jahre 1996, der eine kleinteilige Bebauung vorschlug.

Für diese Variante gab und gibt es aber bisher keinen Investor. Stattdessen, sagen die Befürworter des jetzt geplanten Neubaus, könnte ein Kaufhaus an diesem zentralen Punkt auch eine "Antwort auf die Entwicklung auf der grünen Wiese sein": Ein Kaufhaus als Kaufkraftmagnet in zentraler Stadtlage. Und warum sei ein 4500 Quadratmeter großes Kaufhaus falsch an diesem Platz, wenn Rathaus und St. Marien-Kirche seit Jahrhunderten machtvoll ihre Größe zur Schau tragen?

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