Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 20. Februar 2001

Kooperieren, nicht fusionieren

Zu: "Keine Alternative zum Sparen". SZ vom 6. Februar

Lübeck belegt durchgängig einen Spitzenplatz in der Rangliste deutscher Universitätsklinika. Bochum, das als einziges deutsches Klinikum die organisatorische und vor allem räumliche Trennung von medizinischem Fachbereich und Klinikum durchgeführt hat, ist insbesondere in Forschung und Lehre auf hintere Plätze zurückgefallen. Krankenversorgung, Forschung und Lehre in einer einheitlichen und überschaubaren Struktur sind ein wesentlicher Erfolgsgarant für ein modernes Universitätsklinikum.

Das vorgelegte Fusionskonzept würde die formal eigenständige Medizinische Universität Lübeck in einen Torso mit vermutlich geringer Lebens- und Entwicklungsfähigkeit verwandeln. Ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Uni-Kliniken wäre die Befreiung von gesetzlichen und administrativen Vorgaben.

Das Motto der Liberalen zur Stärkung der medizinischen Forschung in Schleswig-Holstein lautet: Kooperation ja, Fusion nein. Mit Modellen des Outsourcing und der Dezentralisierung von Aufgabenbereichen in Form von Profit-Centern gibt es eher positive Erfahrungen. Auch der Wettbewerbsgedanke spricht für die Eigenständigkeit der Standorte bei gleichzeitiger Steigerung wirtschaftlicher Effizienz durch Teilprivatisierung von Service- und Dienstleistungsbereichen.

Dr. Michaela Blunk, F.D.P.,

Lübeck

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