Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 01. Mai 2001

Neue Zukunft für das alte Hotel

Hansestadt einig mit Investor aus Hamburg -Teilabriß und Neubau bis 2003

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Wird wieder für Gäste hergerichtet: Das leerstehende Kurhaushotel in Travemünde; Foto: M. Erz

Und es geht doch voran in Travemünde. Das seit Oktober 2000 ungenutzte Kurhaushotel in Lübecks Ostseeheilbad wird bald in neuem Glanz erstrahlen. Es wird für insgesamt 55 Millionen Mark zu einem Vier-Sterne-Hotel mit 180 Betten umgebaut. "Wir sind sehr glücklich, daß unsere harte Arbeit an dem Vertragswerk und die insgesamt zwei Jahre dauernden Verhandlungen nun von Erfolg gekrönt wurden", freute sich Irene Pieper, Geschäftsführerin der städtischen "Grundstücksgesellschaft der Kurhausbetriebe Travemünde" am vergangenen Donnerstag.

Am Tag zuvor hatten ihre Verhandlungspartner Bernd Ruschmeyer und Peter M. Feldmann, Geschäftsführer der Deutsche Immobilien Rostock AG (DI) in Hamburg mitgeteilt, daß ihr Unternehmen zum 1. Mai in den ausgehandelten Erbbaupachtvertrag eintritt und noch in diesem Jahr einen Bauantrag für das neue Hotel stellen wird.

Umbaubeginn 2002

Die DI will Anfang kommenden Jahres zunächst die häßlichen Anbauten aus den 60er Jahren ("Kursaal") entfernen, das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und mit einem neuen Anbau versehen. Einzelheiten der Planungen und das Konzept des künftigen Hotelbetreibers will Ruschmeyer in den nächsten Tagen auf einer eigenen Pressekonferenz vorstellen.

Das imposante Kurhaushotel wurde 1917 von Privatleuten erbaut und gehörte zu einer Reihe von Gebäuden und Hotels, die 1950 von der Hansestadt mitsamt der Gesellschaft gekauft wurden, um den Fremdenverkehr in Travemünde wieder anzukurbeln.

Das Kurhaushotel hat eine bewegte Vergangenheit. Nach glanzvollen Jahren als Komfort-herberge diente es zeitweilig als Flüchtlingsunterkunft und Kriegslazarett, und war bei der Übernahme durch die Hansestadt bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach Sanierung und Umbau knüpfte es unter verschiedenen Betreibern wieder an seine glanzvolle Zeit an - und so soll es wieder werden.

Die Partys des Team 412 sind derweil fürs Erste vorbei. Die DI bekräftigte ihre Absicht, keine weiteren Disconächte in dem traditionsreichen Gebäude mehr zuzulassen, um Schäden zu vermeiden. Es sei allenfalls denkbar, daß in den Anbauteilen, die ohnehin abgerissen werden, noch die ein oder andere Tanzveranstaltung über die Bühne gehe.

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