Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 01. Mai 2001

Brahms und sein Wien

10. Festival an der Musikhochschule vom 4. bis 13. Mai

Seitdem Renate und Kurt Hofmann das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck verankert haben, bereichert das jährliche Festival im Zeichen dieses großen Komponisten die Szene in der Hansestadt: Renommierte Dozenten und hochbegabte Studierende bieten zusammen mit Gästen stets ein interessantes Programm mit Interpretationen auf hohem Ni- veau.

Das 10. Brahms-Festival mit zehn Konzerten zwischen dem 4. und dem 13. Mai jeweils um 20 Uhr im Großen Saal der Hochschule an der Obertrave steht unter dem Motto "Brahms und Wien". Die Donau-Metropole, wo der Hamburger Brahms den größten Teil seines Lebens verbrachte, hat sein Werk befruchtet.

So zeigt dieses längst weithin stark beachtete Festival Brahms' Kompositionen nun im Kontext der ersten wie der zweiten Wiener Schule - zeigt diesen Meister also zwischen Haydn, Beethoven und Schubert auf der einen sowie Schönberg, Berg, Webern und Zemlinsky auf der anderen Seite.

Das größte Publikums-Interesse wird in diesem Jahr sicherlich "Ein deutsches Requiem" - gekoppelt mit Schönbergs "Ein Überlebender aus Warschau" - am 5. und 6. Mai finden.

Aber auch die anderen Abende warten mit höchst attraktiven Programmen auf. Fünf erstklassig bestückte "Kammer- musiken" bieten die Möglichkeit, einige der schönsten Brahms-Werke in verschiedenen Besetzungen mit jenen seiner Vorgänger und Nachfahren zu vergleichen.

Ein Highlight wird das Gastspiel des inzwischen zur internationalen Spitze zählenden Artemis-Quartetts sein, das am 12. Mai für ein Konzert (Beethoven, Bartok, Brahms) an den Ort seines Entstehens zurückkehrt. Ein Walzerabend (Schubert, Brahms, Strauß), ein Klavierabend, ein Liederabend sowie das Themenkonzert "Brahms und Wien" runden das Brahms-Festival 2001 ab.

Das detaillierte Programm des 10. Brahms-Festivals gibt es in der Musikhochschule und an den Vorverkaufsstellen (Musikhaus Robert, Klassik-Kontor). Die Eintrittskarten kosten zwischen 15 und 30 Mark (ermäßigt 8 bis 15 Mark).

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