Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 01. Mai 2001

Kinotip

Engel des Universums

Der Film Engel des Universums erzählt sensibel und traurig die authentische Geschichte von Paul, den die Psychatrie für schizophren erklärte. Einar Már Gudmundsson, der Bruder, schrieb sie auf - der Film sinniert ohne plakative Schuldzuweisungen über die Gesellschaft und die Rolle der traditionellen Psychatrie.

Island Ende der sechziger Jahre: Paul tut alles, was junge Leute in dieser Zeit tun - nur ein bißchen frecher, lauter und lebenslustiger. Er malt knallbunte Bilder, spielt ekstatisch Schlagzeug und dichtet. Dann tickt er auf einmal aus. Er hat rasende Kopfschmerzen, wütet gegen sich und andere, wittert Komplotte, lebt in einer anderen Wirklichkeit, wird unberechenbar, mitunter bedrohlich. Er kommt in die Psychatrie, wird entlassen, wieder interniert. Er ist nicht länger ein Mensch, sondern eine "Wolke in Hosen. Schizophrenie lautet die Diagnose. In der Klinik trifft er Leidensgenossen. Manchmal gelingt es ihnen, die individuellen Qualen durch Humor hinter sich zu lassen und dem Klinikalltag zu entfliehen ...

Die isländisch-norwegisch-deutsch-schwedische Koproduktion wird am 5., 6., 8. und 9. Mai im Kommunalen Kino, Mengstraße 35, gezeigt. Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr.

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