Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 01. Mai 2001

Warzen auf dem neuen Straßenbelag

Zu: "Mit Beton gegen den Schwerlastverkehr". SZ vom 3. April

Neue Straße, und schon krank! Wer ist für die Endabnahme zuständig? Ja, es war dringend nötig. Die Ratzeburger Landstraße mußte einen neuen Belag haben. Der alte Belag wurde abgefräst und der neue Belag aufgebracht mit großem technischen Aufwand. Und was für ein toller Asphaltbelag! Die Geräuschbelästigung hat sich für uns, etwa 60 Meter entfernt von der Straße, spürbar verringert. Dafür sei den dafür Verantwortlichen ausdrücklich gedankt und da, glaube ich, spreche ich sicher im Namen vieler Anwohner. Die Straße war frisch asphaltiert. Nun kamen Radwege an die Reihe. Die bekamen auch einen neuen Belag, leider wohl aus Kostengründen nur da, wo es unbedingt nötig war. Um den Asphalt an Ort und Stelle zu bringen waren die entsprechenden Lkw erforderlich und kleinere Walzen zum Glätten. . Die LKWs standen auf der Straße und die Übergabe auf die Radwege ging nicht überall spurenlos ab. Es wurde gekleckert, leider auf die frisch asphaltierte Straße. Und was hat sie jetzt? Warzen! Fürs Beseitigen von Kleckerein ist wohl niemand zuständig. Ich kann mir nicht vorstellen, das es unmöglich ist, auf einer ebenen Straße Kanalabdeckungen höhengleich einzupassen. Absätze von zwei Zentimetern und mehr könnten ja aber den Zweck haben, die geräuschdämmende Wirkung des neuen Belages aufzuheben, und den nächsten Reparaturbedarf im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen abzukürzen. Oder kann man das wirklich nicht besser? Ich glaube nicht, daß es besser geht, denn wenn man die hochwertige Bauausführung des Bahnüberganges in der Ratzeburger Allee von Seiten der dafür Verantwortlichen als Stand der Technik akzeptiert, sind die Warzen das kleinere Übel. Aber vielleicht geht es ja doch auch so, daß ein verantwortliches Mitglied der zuständigen Verwaltung die Schäden zu Lasten der Verursacher beseitigen läßt, und nicht so wie jetzt in der Breiten Straße, zu Lasten der Steuerzahler. Es gibt doch wohl auch in diesem Bereich Garantieleistungen! .

Bernhard Giese, Lübeck

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