Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 08. Mai 2001

Gegen die Mauer des Schweigens

Ausstellung: Wo erhalten Suizidgefährdete und Hinterbliebene Hilfe?

"Gegen die Mauer des Schweigens" heißt die Ausstellung, die von Sonnabend, 5. Mai, bis zum 2. Juni in der Katharinenkirche, Königstraße, zu sehen ist. Mit der Ausstellung möchte die Beratungsstelle für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas Suizid leisten.

Einrichtungen der Suizidprävention haben sich in der Vergangenheit überwiegend mit Suizidgefährdeten und ihren Angehörigen befaßt. Für Hinterbliebene gab es selten Adressaten spezifischer Hilfsangebote. Erst in den letzten zehn Jahren entwickelten sich vereinzelt Angebote für diesen Personenkreis. Diese entstanden aus Initiativen von Betroffenen, von Menschen, die in der Trauerbegleitung tätig waren oder von professionellen Helfern der Suizidprävention.

Die Veranstalter erhoffen sich, daß durch die Ausstellung Suizidgefährdete oder Hinterbliebene von Suizidtoten auf Hilfsangebote aufmerksam werden und sich darüber informieren, an wen sie sich hilfesuchend wenden können. Über diesen Weg soll ein Netzwerk für Betroffene und Helfer entwickelt werden.

Den Betroffenen soll Mut gemacht werden, die Gesellschaft für den Umgang mit Trauernden zu sensibilisieren und die Politik für diese Themen aufmerksam zu machen.

Die Ausstellung wendet sich auch ausdrücklich an Schulklassen, die sich mit einer Besichtigung an das Thema annähern können. Die Beratungsstelle bietet darüberhinaus an, offene Gespräche in den Schulen zu führen, um ihre Erfahrung in der Suizidprävention einzubringen und Vorurteile sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern zu entkräften. Informationen sind bei der Beratungsstelle unter der Rufnummer 8 71 13 06 erhältlich.

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