Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 10. März 1998

Eingebunkert

Fledermäuse finden an Puppenbrücke Quartier

Vier Exemplare der Fledermausart "Braunes Langohr" haben im ehemaligen Bunker an der Puppenbrücke einen Platz zum Überwintern gefunden. Dieses Quartier verdanken die Tiere einer Artenschutzmaßnahme der Hansestadt. Die Tiergruppe ist gefährdet und europaweit streng geschützt. Der Bereich Naturschutz geht davon aus, daß mangels anderer Unterschlupfmöglichkeiten noch mehr Fledermäuse in den kommenden Jahren dieses Quartier nutzen werden.

Feuchtkühles Klima ideal

Wegen des schlechten baulichen Zustands war eine wirtschaftliche Nutzung des ehemaligen Luftschutzstollens nicht mehr möglich. Im Laufe der Jahrzehnte war immer wieder in den Bunker eingebrochen worden, außerdem hatte sich dort viel Unrat angesammelt. Als Fledermausquartier
schien der Bunker aber wegen seines gleichmäßigen feuchtkühlen Klimas geeignet.

Sondermüll beseitigt

Da überwinternde Fledermäuse empfindlich auf Gerüche und Giftstoffe reagieren, mußte das Gebäude entrümpelt und von Sondermüll befreit werden. Damit die Nachttiere dort nicht gestört werden können, wurden alle Fenster und Mauerlöcher bis auf zwei Einflug-öffnungen zugemauert.

Die baufällige Tür wurde durch eine Stahltür ersetzt. Als Unterschlupfmöglichkeiten wurden mit Löchern versehene Ziegelsteine an den Wänden befestigt. Private Fledermausschützer haben die Aktion der Hansestadt unterstützt. Ausgeführt worden sind die Arbeiten von der Gemeinnützigen Ausbildungs- und Beschäftigungs-GmbH (gab).

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