Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 24. Juli 2001

Die Stadt beleben

Gemeinnützige saniert Haus in der Glockengießerstraße

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Bauherrin Renate Menken (li.) von der Gemeinnützigen stellte vor dem Richtschmaus nach dem Richtfest des Gebäudes Glockengießerstraße 44 (Giebel kleines Bild) das Modernisierungsprojekt vor.; Foto: M. Rulfs

Dem Wohnhaus Glockengießerstraße 44 hat Freitag, der 13., Glück gebracht: Alle am Bau und an der Planung Beteiligten feierten das Richtfest. Auf rund 410 Quadratmetern von Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude werden insgesamt sieben Wohnungen gebaut, alle gefördert mit Wohnungsbau- und Städtebauförderungsmitteln des Landes und der Stadt. Die Miete wird bei 9,50 Mark pro Quadratmeter liegen, auch die der reizvollen Dachgeschoßwohnung direkt hinter dem Giebel. Inklusive Kauf der Grundstücke wird der Umbau 2,6 Millionen Mark kosten, an denen die Possehl-Stiftung mit rund 200 000 Mark beteiligt ist.

Platz für Schneiderinnen

Ins Erdgeschoß wird eine Ausbildungswerkstatt für Schneidergesellinnen ziehen, ein Projekt des Berufsvorbereitungs- und Ausbildungszentrum Lübeck Innenstadt. Die jungen Schneiderinnen können oben wohnen - überhaupt ist das Haus hauptsächlich für Jugendliche und junge Menschen gedacht. Nicht zuletzt soll die Innenstadt damit belebt werden, denn "wo früher 15 Menschen lebten, wohnt heute meist nur ein schickes Pärchen," so Menken.

Die ältesten Teile des denkmalgeschützten Gebäudes sind gotisch und stammen aus dem Jahr 1301. Die Architekten Christoph und Justus Deeke versuchen, bei der Sanierung historisch wertvolle Bauteile wie Türen und Fenster zu erhalten. Mit dem Eingang zur Glockengießerstraße, der einem Umbau zum Opfer fiel, soll auch die Würde des Hauses wiederhergestellt werden.

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