Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 24. Juli 2001

Kulturpreise (2)

Possehl-Musikpreis

1860505.jpg
Senator Emil Possehl

Im Sinne des großen Mäzens Senator Emil Possehl - ihm verdankt die Hansestadt zum Beispiel das Theater an der Beckergrube - riefen 1962 Dr. Julius Edelhoff und Prof. Kurt Haß den Possehl-Musikpreis ins Leben. Er soll ein Anreiz sein, Begabungen zu fördern. Der Preis wird alljährlich vergeben und ist mit 6000 Mark dotiert, kann allerdings bei Ensembles bis zu 10 000 Mark (insgesamt) betragen; die Jury aus Dozenten, Fachkritikern und Mitgliedern der Possehl-Stiftung kann zudem bis zu drei Prämien vergeben.

Dieser Musikpreis, dessen Träger also die Possehl-Stiftung ist, gehört in die Kategorie der Wettbewerbe. Er dient dazu, einerseits jungen Musikern die Chance zu bieten, sich im Wettbewerb und Preisträger-Konzert - beides ist öffentlich - zu bewähren; zum anderen soll er auch das Ansehen der Musikhochschule über das Lehrinstitut hinaus als musisches Zentrum fördern.

Dieser Preis legt von der Qualität der Dozenten ebenso Zeugnis ab wie vom stetig steigenden Niveau der Ausbildung. Daß der Possehl-Musikpreis in vielen Fällen zum Sprungbrett einer Karriere geworden ist, ersieht der Kenner aus den Namen der langen Preisträger-Liste - voran das Artemis-Quartett, das inzwischen zur Welt- spitze gehört. Namen wie die der Sänger Thomas Mohr und Monika Borchfeldt haben einen guten Klang, ebenso die des Geigers Sebastian Hamann und des Cellisten Claudius Herrmann. Aus der Reihe der Preisträger wurden die Sopranistin Ute Niss, die Pianistin Gotlinde Sudau, der Gitarrist Albert Aigner und der Kontrabassist Jörg Linowitzki zu Professoren an dieser Hochschule.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de