Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 24. Juli 2001

Wohlverdient

"Bene Merenti" für Professor Döhl

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Ausgezeichnet: Döhl hier mit Bürgermeister Saxe; Foto: M.Erz

Vertreter aus Kunst und Kultur dominierten am vergangenen Dienstag im Rathaus die offizielle Feierstunde zur Ehrung von Friedhelm Döhl. Der Komponist und Professor der Musikhochschule Lübeck erhielt die Goldene Ehrengedenkmünze der Hansestadt Lübeck "Bene Merenti" "in Würdigung und dankbarer Anerkennung seines hochrangigen kompositorischen Schaffens und seiner herausragenden Verdienste um das Kultur- und Geistesleben in der Hansestadt", wie es in der Ehren-
urkunde heißt. Im Anschluß an die Verleihung durch Bürgermeister Bernd Saxe trug sich Döhl ins Goldene Buch der Hansestadt ein.

Saxe hob in seiner Laudatio besonders die geistige Freiheit des "anarchistischen Patrioten" hervor, mit der er unabhängig vom Zeitgeist Partei ergreife für das Menschliche und uns als Künstler stellvertretend das Brüchige, aber auch das Abgründige der menschlichen Existenz vor Augen führe.

Die Feierstunde, musikalisch umrahmt von Kollegen Döhls und auch vom Preisträger selbst am Akkordeon, geriet zu einer wohlstimmigen Stunde für Lübeckverehrer. "Ich freue mich sehr. Ich bin überrascht und sehr bewegt", sagte Döhl. Er lebe seit fast 20 Jahren an der Trave und sagt noch heute: "Ich liebe Lübeck, die Landschaft und die Lage im Ostseeraum". Die Hansestadt müsse sich jedoch viel selbstbewußter präsentieren und optimistischer in die Zukunft blicken. "Ich hoffe auf neue Visionen, die in Lübeck naheliegen und die wir gemeinsam miteinander entwickeln sollten."

Allen Unsicherheiten, ob man Döhl wohl als "Lübecker Komponisten" vereinnahmen dürfe, bereitete der gebürtige Baseler mit seinem Schlußwort ein Ende. "Ich fühle mich heute, in aller gebotenen Bescheidenheit als Lübecker", sagte er.

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