Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 24. Juli 2001

Leerstände in der Innenstadt sind eine Bankrotterklärung für unsere Stadt

SPD

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Autoren: P. Reinhardt und G. Hiller Ohm

Die Leerstände in unserer Stadt sind unerträglich. Wir werden uns mit aller Kraft da-für einsetzen, daß das Trauerspiel "Post am Markt" endlich beendet wird. Der Verfall des ehemaligen Postgebäudes/ Stadthauses trägt zu einer wachsenden Verwahrlosung des historischen Marktes bei und führt zu einem deutlichen Attraktivitätsverlust unserer Altstadt, zu wachsender Arbeitslosigkeit und Verarmung. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Wir fordern die Wirtschaftsverbände auf, sich nicht für, sondern gegen Leerstände im Herzen Lübecks stark zu machen. Die Positionierung des Präses der IHK Rieckmann in dieser Frage ist unerträglich!

Das ehemalige Postgebäude und das Stadthaus befinden sich nicht im Eigentum der Stadt. Wir haben auch nicht die finanzielle Kraft, die Grundstücke anzukaufen und diesen Platz nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Selbst wenn wir diese uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit hätten, wäre damit nicht sichergestellt, daß uns an dieser exponierten Stelle der goldene Wurf
gelingen würde. Es ist deshalb nur zu begrüßen, daß wir einen potenten Investor gefunden haben, der sowohl Gesprächsbereitschaft, ein überzeugendes Nutzungs-konzept und eine qualitätvolle Architektur für den Markt bietet.

Es ist uns nicht gelungen, einen Investor für eine kleinteilige Neubebauung mit passendem Nutzungskonzept zu finden. Auch der Einsatz für eine Lösung im Bestand hat zu keinem wirtschaftlich und architektonisch überzeugenden Ergebnis geführt. Wir erwarten vom Bürgermeister, daß er den Weg für die Neubebauung am Markt freimacht!

Wir fordern ein breites Bündnis aus Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Politik, Vereinen und Bürgermeister zur Bekämpfung der Leerstände in unserer Stadt. Die SPD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Es muß endlich auch auf Private breiter gesellschaftlicher Druck ausgeübt werden, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen. Die Situation des Haerder-Komplexes ist nicht hinnehmbar!

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