Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 10. März 1998

Warnung vor Drogen aus eigener Erfahrung

Zu: "Wer den Affen kriegt, tut alles für ein Briefchen". SZ vom 24. Februar

Als persönlich Betroffener führe ich, dank der Methadonsubstitution, seit über zwei Jahren ein relativ geregeltes Leben und hole zur Zeit meine Fachhochschulreife nach.

Dabei halte ich auch auf Wunsch kleinere Vorträge vor Schulklassen, um aus meinen Erfahrungen vor dem Drogenmißbrauch und dem damit verbundenen Elend zu warnen.

Auch der Elternkreis süchtiger Kinder engagiert sich sehr auf diesem Gebiet. Ganz im Gegensatz zu den Angaben des Leiters des Rauschgiftkommissariats 4 (K 4) gibt es keine speziellen Präventivmaßnahmen von Seiten der Polizei. Die P. I. T. (Prävention im Team) spricht vor Schulklassen allenfalls über "Gewalt an Schulen" und "Randgruppenbetreuung" im Rahmen von Sport- und Fanveranstaltungen. Eine halbe Planstelle speziell für Drogenprävention an Schulen wurde leider gestrichen, hieß es auf Anfrage.

Ich Sachen Drogen tritt die Polizei leider erst in Aktion, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, dann aber sehr repressiv.

Meik O.

(der vollständige Name

ist der Redaktion bekannt), Lübeck

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