Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 10. März 1998

Öffentliche Bekanntmachung

Der Minister für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein beabsichtigt, eine Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wakenitz" zu erlassen.

Gebietsbeschreibung: Das geplante Naturschutzgebiet ist rund 607 ha groß und umfaßt das Gebiet der Wakenitzniederung mit angrenzenden Flächen einschließlich des Teufelsmoores zwischen Lübeck-Eichholz im Norden und dem Ratzeburger See im Süden. Es wird im wesentlichen wie folgt begrenzt. 1. Im Norden durch die Siedlung Hohewarte und das daran angrenzende Kleingartengelände; 2. Im Osten bis zur Trasse der Bahnlinie Lübeck-Bad Kleinen und durch die bebauten Flächen des Siedlungsbereiches Eichholz; südlich der Trasse der Bahnlinie durch die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern; 3. Im Süden durch den Ratzeburger See; 4. Im Westen im wesentlichen durch den Drägerweg und die bebauten Flächen der Siedlungsbereich St. Jürgen, St. Hubertus und Groß Grönau. Ausgenommen vom Geltungsbereich dieser Verordnung sind die Siedlungsbereiche der Anwesen Ziegelhorst, Nädlerhorst, Harbershorst, Absalonshorst, Müggenbusch, Dritte Fischerbuden, Kaninchenberg, Spieringshorst, Erster Fischerbuden sowie die Kleingartenkolonie bei Rothenhusen und Fahlenkampskoppeln.

Auslegung: Der Entwurf der Naturschutzgebietsverordnung mit der Übersichtskarte und den dazugehörigen Abgrenzungskarten liegt ab 18.03.1998 einen Monat bis zum 20.04.1998 beim Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Berecih Naturschutz, Moislinger Allee 3, 23558 Lübeck im 2. Stock während der Dienststunden zur Einsicht aus.

Jede(r) deren/dessen Belange durch die Landesverordnung berührt werden, kann vom 1. Tag der Auslegung an bis zum 11.05.1998 Bedenken und Anregungen zum Verordnungsentwurf schriftlich oder zur Niederschrift bei der unteren Naturschutzbehörde vorbringen.

Hinweise: Es wird darauf hingewiesen, daß gem. § 21 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes in dem geplanten Naturschutzgebiet von der Bekanntmachung der Auslegung an bis zum Inkrafttreten der Verordnung, längstens jedoch drei Jahre lang, alle Veränderungen verboten sind, die den Schutzzweck der beabsichtigten Verordnung gefährden können. Hiervon unberührt bleibt die im Zeitpunkt der Bekanntmachung ausgeübte rechtmäßige Bodennutzung.

Das Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde prüft die fristgerecht vorgebrachten Bedenken und Anregungen und teilt den Betroffenen das Ergebnis der Prüfung mit oder führt eine Erörterungstermin durch.

Die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet tritt am Tage nach Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein in Kraft.

Eine Verletzung der in § 53 des Landesnaturschutzgesetze bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften sowie Mängel in der Abwägung sind unbeachtlich, wenn sie nicht schriftlich innerhalb eines Jahres nach Zugang des Bescheides oder nach Beendigung des Erörterungstermines (§ 53 Abs. 4 Landesnaturschutzgesetz) gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten als oberster Naturschutzbehörde geltend gemacht werden. Das gleiche gilt für Mängel in der Beschreibung des Schutzwerkes.

Bei etwaigen Entschädigungsansprüchen aufgrund von Verboten oder Beschränkungen von zulässigen Handlungen nach dieser Naturschutzgebietsverordnung sind die Bestimmungen des § 42 des Landesnaturschutzgesetzes zu beachten.

Der Bürgermeister der

Hansestadt Lübeck

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