Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 04. September 2001

Hoffmann: Kein Grund für Hysterie

"Das Gericht sieht keine Veranlassung, die Sanierungsarbeiten auf dem LHG-Gelände (ehemals Pfleiderer) in Schlutup zu stoppen", so interpretierte Umweltsenatorin Dr. Beate Hoffmann eine Zwischenmitteilung des Verwaltungsgerichtes in Schleswig. Der Entscheidung des Gerichtes sieht die Senatorin, die selbst sechs Jahre Verwaltungsrichterin war, gelassen entgegen. "Hysterie ist nicht angesagt, es besteht kein Anlaß zur Besorgnis", sagte Hoffman mit Hinblick auf die von Umweltschützern behauptete Gefährdung des Lübecker Trinkwassers durch die Sanierungsarbeiten auf dem mit Teeröl und Arsen kontaminierten Grundstück. Auch das Umweltministerum des Landes Schleswig-Holstein habe die Sanierung als "ein in der Sanierungspraxis gängiges und nach dem Bundesbodenschutzgesetz zulässiges Verfahren, bei dem Schadstoffe im einem Bereich der Altlast gesichert und somit Gefährdungen unterbunden werden" als sachgerecht bezeichnet. Sachverständiger und Entwickler des Sanierungskonzeptes, Hans-Ulrich Mücke:"Lübeck fördert nun einmal sein Trinkwasser aus einer mit Braunkohle durchsetzten Schicht, wir müssen uns mit einem gewissen Arsengehalt abfinden. Auch weltweit sei ein Anstieg der Arsenwerte zu verzeichnen. Auf dem Gelände soll kontaminiertes Erdreich mit Beton vermischt und verfestigt werden. Für rund 60 Millionen Markt soll dort eine Hafenerweiterung entstehen.

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