Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 04. September 2001

Aktion Noteingang - Hilfe bei rassistischen Angriffen in Lübeck

Bündnis 90 / Die Grünen

1920812.jpg
V.i.S.d.P.: Hans-Jürgen Schubert

Die Aktion NOTEINGANG verfolgt die Ziele, (potentiellen) Opfern rassistischer Gewalt, Hilfe zu vermitteln, Menschen, die rechtsextremistische Straftaten beobachten (so wie auch Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus im Internet), Informationen und Kontaktadressen an die Hand zu geben und zu einem öffentlichen permanenten Diskurs über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus beizutragen. Zugleich ist sie ein Zeichen der Solidarität mit Opfern rassistischer Gewalt.

In der nächsten Bürgerschaftssitzung beantragt die Grüne Fraktion, daß sich die städtischen Einrichtungen, die für die Aktion in Frage kommen, beteiligen. Auch ist zu klären, wie sich Bürgermeister und Bürgerschaft der Hansestadt für die Aktion stark machen können - und damit zu einer breiten Umsetzung in ganz Lübeck beitragen.

Die Kampagne geht auf das gleichnamige Projekt einer Gruppe von Jugendlichen aus Bernau, dem Demokratischen Jugendforum Brandenburg e.V. zurück. Sie besteht aus Aufklebern mit dem mehrsprachigen Text 'Wir bieten Schutz vor rassistischen Übergriffen', der öffentlich sichtbar in Eingangsbereichen, an Fensterscheiben von Läden, Kneipen, Bussen, dem Rathaus etc. angebracht werden kann, um von rechts-extremistischen Übergriffen bedrohten Menschen im Bedarfsfall Schutz zu bieten. Ein weiterer Bestandteil der Kampagne ist die 'GRÜNE KARTE', die Telefonnummern von Ansprechpartnern im Falle rassistischer Übergriffe enthält. Darunter ist eine Kontaktadresse des deutschen Anwaltvereins, der bei rassistischen Übergriffen kostenlos Anwälte zur Verfügung stellt. Weitere auf Lübeck zugeschnittene Telefonnummern sind in Vorbereitung. Ab September wird sich das Lübecker Bündnis gegen Rechts mit der Umsetzung befassen.

Je mehr Aufkleber in Lübeck hängen, um so größer wird das Sicherheitsgefühl. Und um so mehr positioniert sich die Stadt gegen rechtsextreme Gruppen.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de