Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 02. Oktober 2001

Aufzug eingeweiht

Neun Stufen zur Bürgermeisterkanzlei

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Treppen: Für Rollstuhlfahrer ein Hindernis; Foto: C. Kautz

"Vor 13 Jahren, 1988, hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, das Rathaus auch für Behinderte erreichbar zu machen," sagte Stadtpräsident Peter Oertling anläßlich der Einweihung des Behindertenaufzugs am Durchgang vom Markt zum Rathaushof.

Rollstuhlfahrerin Erika Bade:"Auch die 1979 gegründete "Projektgruppe behinderter Mitbürger" fordert schon seit 1988 einen behindertengerechten Zugang." Rund 611 000 Mark hat der Einbau in den denkmalgeschützten Seitenflügel aus den 50er Jahren gekostet. Mit dem Fahrstuhl sind die Büros des Stadtpräsidenten und des Bürgermeisters, der Bürgerschaftssaal, die Bereiche Schule und Sport, das Zentrale Controlling und der Ratskeller für Behinderte zu erreichen. Doch ein paar Meter weiter stehen die Rollstuhlfahrer vor einer unüberwindbaren Hürde:neun Stufen sind auf dem Weg zu den Fraktionsräumen und der Bürgermeisterkanzlei zu überwinden. Hier haben neben anderen Ombudsmann Gerhard Burmester und Inga Thedens, die etwa Beschwerden bearbeiten, ihre Büros. Sozialsenator Wolfgang Halbedel:"Hier eine Lösung zu schaffen, sollte nicht weitere 13 Jahre dauern."

Neben dem neuen behindertengerechten Aufzug ist eine Toilette im Rathaus so umgebaut worden, daß sie von Behinderten problemlos genutzt werden kann.

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