Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 02. Oktober 2001

Konzertsaison beginnt mit Mahler

Auferstehungs-Sinfonie, Einstand des neuen GMD, Personalia aus dem Orchester

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Philharmoniker: Johanna Maier (Harfe), Klemens Schmitzer (Orchesterbüro), Franziska Ribbentrop (Violine); Foto: C. Kautz

Die neue Konzertsaison des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck beginnt:Am 7./8. Oktober in der MuK dirigiert Roman Brogli-Sacher die 2. Sinfonie von Gustav Mahler. Hiermit stellt sich - nach seinem Bewerbungskonzert - der neue Generalmusikdirektor als "Sinfoniker" vor.

Seine Handschrift trägt das Jahresprogramm in mehrfacher Hinsicht:Zum einen wird im Titel des Vorschauhefts das Philharmonische Orchester herausgehoben. Zum anderen stehen die Konzerte unter einem Motto. Brogli-Sacher: "Ich werde immer ein Konzept erstellen, das anregt - und nicht nur mit dem Blick auf ,Was ist schön'. Jedes Jahr wird es einen Schwerpunkt geben. Ich hoffe, es ist nicht zu modern, was wir machen."

Zum Auftakt also das Motto "Romantik, Programmatisches, und Glauben" mit Mahlers "Auferstehungssinfonie" c-moll. Die fünf unterschiedlichen Sätze sind weitumspannend und faszinierend von der "Todtenfeier" bis zum "Urlicht". Der Linkshänder Roman Brogli-Sacher, der rechts "schlägt" (sein Lehrer hat das geraten, weil das die musikalisch "wichtige" Hand zumal für die Musiker ist), dirigiert in diesem Werk einen riesigen Apparat: die verstärkten Philharmoniker, den riesigen Chor aus Theaterchor, Lübecker Singakademie und Chorgemeinschaft Ratzeburg (Einstudierung Christoph von Kuczewski-Poray) und die Gesangssolisten Chantal Matthias (Sopran) und Angela Nick (Alt) aus dem Opernensemble.

Das 1. Sinfoniekonzert findet in der MuK statt am Sonntag, 7. Oktober, um 11 Uhr und am Montag, 8. Oktober, um 20 Uhr. Die vom Orchesterfreunde-Verein veranstaltete Einführung in Mahlers Werk hält Brogli-Sacher selbst am Donnerstag, 4. Oktober, um 18 Uhr in der MuK.

Mit Beginn dieser Spielzeit hat sich einiges im Bereich des Philharmonischen Orchesters getan. Mit Klemens Schmitzer ist ein neuer Leiter des Orchester-büros gekommen. Der Dresdner war als Posaunist unter Oleg Cae-tani im Orchester Chemnitz, studierte dann Kulturmanagement in Weimar.

Aus gesundheitlichen Gründen sind aus dem Orchester die stellvertretende Konzertmeisterin Anna Brüning (die Stelle teilen sich Melinda Kim und Gebriele Turck) und Tubist Olaf Jäger ausgeschieden. Außerdem sind Positionen bei den Hörnern und Posaunen ausgeschrieben - letztere, weil Horst W. Blum nach 37 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde.

In den 1. Violinen gibt es Vakanzen. Für Page Woodworth, die sich nur noch der Lehrtätigkeit widmet, ist Franziska Ribbentrop gekommen; an der Seite von Ivan Trajkov, der auf eine halbe Stelle gegangen ist, sitzt nun Anne Braun. Mit Sebastian Hotze ist eine weitere "halbe" Violine dabei.

Mit Johanna Maier ist eine "vollwertige Harfe" ins Orchester gekommen - und Cellistin Sibylle Hentschel vertritt die werdende Mutter Caroline Metzger. Außerdem gibt es neun Praktikanten:acht Streicher und ein Percussionist. Man sieht: Ein Orchester ist eben ein lebendiger Organismus. Güz

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