Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. Juli 2019

Ausgabe vom 02. Oktober 2001

Sieben Jahre Musik- und Kongreßhalle

Die Bedeutung der Musik- und Kongreßhalle (MuK) für den NDR wie für das Schleswig-Holstein Musik Festival betonte Rolf Beck, Kopf der Rundfunk-Sinfoniker wie des SHMF: "Die MuK ist die einzige qualitativ hochwertige Halle im Lande" - und für den NDR unverzichtbar. Studio-Produktionen des Orchesters sind nur hier möglich - und auch gewisse Festival-Vorhaben: "Ganz objektiv - der Saal im Kie-ler Schloß ist problematisch für große Werke und Projekte." Der NDR werde daher bei seinen Planungen die Lübecker Möglichkeiten stärker einbeziehen.

Anlaß zu diesem Bekenntnis war eine Glückszahl: Sieben Jahre besteht die MuK am 1. Oktober. Also lud MuK-Geschäftsführer Johann W. Wagner die Vertreter seiner drei Veranstaltungssäulen ("Die klassischen Reihen sind das Herz der MuK!") vor die Presse.

Neben Beck waren Generalmusikdirektor Roman Brogli-Sacher ("Die MuK als sinfonische Heimstatt ist ein Glücksfall für mein Orchester") und Jörg Linowitzki, neuer Vorsitzender des Vereins der Musikfreunde (VdM), der vor einer in der Hansestadt diskutierten Privatisierung der MuK warnte: Das würde einen kulturellen Kahlschlag bedeuten, Konzerte seien dann nicht mehr bezahlbar. Brogli-Sacher, Beck und Wagner schlossen sich dem an. Wagner ergänzte: In großen Städten, die nur über Mehrzweckhallen verfügen, würden jetzt Konzertsäle gebaut.

Der Geschäftsführer wertete die Zahlen als Erfolg für Lübecks Kultur und mit Sogwirkung auf den Tourismus: In den sieben Jahren zählte die MuK 1,8 Millionen Besucher in 2900 Veranstaltungen. Die Konzerte der Lübecker Philharmoniker wollten seit 1994 fast 100 000 Musikfreunde hören. Die durchschnittlichen Zahlen für NDR-Konzerte liegen bei 1165, für SHMF-Veranstaltungen bei 1370, für VdM-Konzerte bei 1000 und im Bereich der Unterhaltung bei 1100 Besuchern.

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