Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 05. Februar 2002

UNESCO: Weltkulturerbe nicht gefährdet

Markt kann bebaut werden - Experten empfehlen Überarbeitung der Entwürfe

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Experten machten sich ein Bild von der geplanten Bebauung; Dr. Horst Siewert (li), Denkmalpfleger in Lübeck, mit Professor Georg Mörsch, Professor für Denkmalpflege in Zürich; Foto:Neubauer

Die Pläne zur Bebauung der Areale der Post am Markt und des ehemaligen Stadthauses gefährden nicht den Status der Lübecker Altstadt als Weltkulturerbe. Das ist das Ergebnis der UNESCO-Kommission. Die Internationale Expertenrunde empfiehlt jedoch, die Pläne weiterzuentwickeln. Dabei geht es insbesondere um den Bau auf dem Gelände des ehemaligen Stadthauses, der sich vom Gebäude am Markt stärker abheben solle. Zudem regen die Experten an, Detailplanung und Ausgestaltung, das Dach mit seinen Überständen und das Material des Daches und der Fassade zu überdenken.Das Gremium, das am Freitag und am Sonnabend sich vor Ort mit Vertretern der Stadt und der Gruppe "5 vor 12 - Rettet den Lübecker Markt" ein Bild von der umstrittenen Bebauung machte, empfiehlt zudem, einen Beirat zu schaffen, der die Entwicklung der Altstadt begleitet und berät.

Bürgermeister Bernd Saxe war mit dem Ergebnis der Kommission zufrieden. Laut Bausenator Dr. Volker Zahn stehe der Rohbau am Markt im April 2003.

Die Initiative "5 vor 12 - Rettet den Lübecker Markt" erklärte, sie begrüße die Zusage des Architekten nach weiterer Detail-Arbeit an seinem Entwurf sowie die Zusage, die beiden Bauten stärker von einander abzuheben. Sie kritisierten jedoch, daß die Experten keine deutlichere Sprache für die Dachkonstruktion fanden, die die Initiative für zu modisch hält.

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