Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 05. Februar 2002

Schließung ist ein falsches Signal

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Lübeck erlebt eine Fülle an Großplanungen, für die anscheinend Geld von Bund, Land und Kommune in unbegrenzter Höhe zur Verfügung stehen: A 20/ Wakenitz, A 20-West, B 207 neu, K 13; S-Kai mit KV-Terminal, Hafenerweiterung, Lehmannkai I und II, Schlutup-West; Gewerbegebiete Genin-Süd, Paddelügger Weg Nord, Gneversdorfer Weg; Flughafenerweiterung und Hochschulstadtteil - um einige zu nennen. Diese - "zukunftsweisenden" und "Arbeitsplätze schaffenden" Projekte tragen zwar zu einer Bodenversiegelung und Landschaftszerschneidung bei, werden allerdings vorangetrieben.

Für die Sanierung des Haushalts werden Einsparungen vorgeschlagen, die im Vergleich dazu "Peanuts" sind.

Paradebeispiele hierfür sind die geplanten Schließungen des Museums für Natur und Umwelt und der - den Schwächeren in unserer Gesellschaft dienenden - Stadtteilbibliotheken. Das über die Landesgrenzen hinweg anerkannte Museum für Natur und Umwelt dient nicht nur der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern vermittelt vor allem auch den nachfolgenden Generationen biologische und ökologische Grundkenntnisse.

Unser Ortsverband empfindet eine Schließung nicht nur als falsches Signal, sondern zugleich als Affront gegen alle jene, die in Lübeck ehrenamtlich für die Natur und den Umweltschutz wirken.

10 Millionen Mark Verlust für das gescheiterte Projekt einer Markthalle in Roggenhorst, Zuschüsse für MuK und Flughafen Blankensee scheinen für kommunale Entscheidungsträger akzeptabel zu sein.

Herwart Bansemer,

Naturschutzbund
Lübeck

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