Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 05. März 2002

Eifrige Sammler

Schüler setzen sich für Kriegsgräber ein

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Karina Baur ist stolz auf ihre Auszeichnung. Foto: N. Neubauer

Rund 35 Millionen Euro stehen dem Deutschen Volksbund für Kriegsgräberfürsorge Jahr für Jahr zur Verfügung, um Grabstätten zu pflegen und zu hegen. Zehn Prozent macht die Bundesregierung locker, der Löwenanteil kommt durch Sammlungen, Spenden und Nachlässe zusammen. In Lübeck nun ehrten Stadtpräsident Peter Oertling und der Vorsitzende des hiesigen Verbandes, Ernst Lissinna, die eifrigsten Straßensammler. Schüler, Schülerinnen, Politiker und Bundeswehrsoldaten brachten im vergangenen Jahr 10 400 Mark zusammen, hinzu kamen Spenden in Höhe von rund 17 000 Mark.

Mit dem Geld werden Gefangenengrabstätten in Sibirien ausfindig gemacht, Gräber exhumiert, Überreste identifiziert und umgebettet, mit Grabsteinen versehen. "Die toten Soldaten bekommen eine würdige Stätte", sagte Peter Oertling. "Auch nach über 50 Jahren, die die Soldaten tot sind, ist das sinnvoll", meint eine der eifrigen Sammlerinnen, die 16jährige Karina Baur von der Oberschule zum Dom.

Allerdings, viele sind es nicht, die bereit sind, sich dafür einzusetzen. So beteiligten sich nur sieben Schulen an der Aktion. "Wir müssen neue Wege gehen", sagte Ernst Lissinna. Um mehr Schüler zu bewegen, für den Verband zu sammeln, wolle er Lehrer direkt ansprechen, ihnen den Sinn näherbringen.

Ausgezeichnet wurden die folgenden Sammler: Studiendirektor Dietrich Wiedenhöft (Ka-tharineum) erhielt eine silberne Ehrennadel, Marco Sydow und Christian Schlichting (St.JürgenRealschule), Nadja Nevolovitch, Franziska Pohlmann und Karina Baur (Oberschule zum Dom), Sven Schiller und Tobias Melz (Emanuel-Geibel-Realschule) bekamen eine bronzene Nadel.

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