Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 14. Mai 2002

"Schützen nicht diskriminieren"

Saxe sprach mit Vorsitzenden der Schießsportvereine - Stadt sind Hände gebunden

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Der Erwerb von Waffen soll durch eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes erschwert werden. Lübeck ist dabei auf die Bundesgesetzgebung angewiesen. Foto: C. Kautz/ www.luebeck-foto.de

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe hat am vergangenen Mittwoch die Vorsitzenden der Sportschützenvereine zu einem Gespräch im Rathaus empfangen. Gemeinsam wurden die bisher bekannten Vorstellungen des Bundes und der Länder zur Neufassung des Waffenrechtes erörtert. Vor allem aber wurde besprochen, welche zusätzlichen Maßnahmen in den Sportschützenvereinen ergriffen werden können, um den Mißbrauch von Schußwaffen auszuschließen.

Saxe: "Der sportliche Gebrauch von Schußwaffen in der verantwortungsbewußten Obhut eines Vereins ist nicht zu beanstanden. Vor allem dürfen die schrecklichen Ereignisse in Erfurt nicht dazu führen, daß eine ganze Sportart verteufelt und ihre Anhänger pauschal diskriminiert werden. Die Sportschüt- zenvereine sind neben den Jägern unsere Partner, wenn es darum geht, das Risiko des Mißbrauchs von legalen Schuß- waffen möglichst auszuschlie- ßen. Sie wirken an der notwendigen Prüfung der Sachkunde und Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern mit und sind sich hier ihrer Verantwortung bewußt."

Das Gespräch habe auch dem Zweck gedient, Möglichkeiten auszuloten, die Sachkunde- und Zuverlässigkeitsprüfung insbesondere bei jungen Menschen zu intensivieren.

Kein Lübecker Alleingang

Auf der Grundlage des geltenden Rechtes sieht Saxe keine Möglichkeit, restriktiver bei der Erteilung einer Waffenberechtigungskarte zu verfahren. Darum sind die jetzt vorgesehenen gesetzlichen

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