Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 14. Mai 2002

Startschuß Ende Mai

Erster Spatenstich im südlichen Wohngebiet des Hochschulstadtteils

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Der Lageplan des entstehenden Hochschulstadtteils zeigt es deutlich: Das gesamte Wohngebiet wird viele Grünflächen erhalten.; Foto:HEG

Der Hochschulstadtteil im Süden Lübecks beginnt reale Konturen anzunehmen. Seit Februar dieses Jahres werden mit großer Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürgern die ersten Schritte zur Umsetzung der Planung unternommen. Den Start zur Vergabe von Baugrundstücken hat die HEG Hochschulstadtteil Entwicklungsgesellschaft mit verschiedenen Veranstaltungen vorbereitet, die allesamt gut besucht waren und jede Menge konkrete Informationen vermittelt haben: über Baugrundstücke und Vergabekriterien; über die Bildung von gemeinschaftlichen Wohn- und Bauprojekten und, in Kooperation mit den Banken, über Finanzierungsmodelle für private Bauinteressenten.

Darüber hinaus, und im Rahmen der Beteiligung von fachkompetenten Akteuren, fanden zwischenzeitlich unter der Federführung der HEG mehrere ExpertInnen-Workshops statt, die darauf zielten, die Bedürfnisse und Wünsche beteiligter Interessenten, Verbände und Fachgremien zu formulieren und angemessen zu berücksichtigen.

Spatenstich am 31. Mai

Ein Termin von besonderer Bedeutung für alle Beteiligten und Bauwilligen dürfte der für den 31. Mai angekündigte erste Spatenstich im Südlichen Wohngebiet des Hochschulstadtteils sein. Damit wird der Startschuß für die innere Erschließung des Stadtteils "abgefeuert". Das bedeutet zugleich, daß die ersten Baumaßnahmen von privaten Bauherren im Herbst begonnen werden können. Gleichzeitig erfolgt die Übergabe des ersten Teilstücks der B 207 neu von der HEG an die Hansestadt Lübeck. Beides Anlässe, die mit Gästen, künftigen Bauinteressierten und Vertretern der Stadt und der HEG gefeiert werden sollen.

1. Infobörse für Bauwillige

Zur einer ersten Informationsveranstaltung am 28. Februar im IZL, Innovations Zentrum Lübeck, sind über 250 Bauinteressierte gekommen, die konkrete Angaben über Baugrundstücke und -preiskategorien, Größenordnung, Bauweise und anderes mehr erfahren wollten. Dabei wurde auch ein großes Interesse an Informationen über die geplanten innovativen Wohnformen im Hochschulstadtteil deutlich. Zu dem Thema sollte eine Sonderveranstaltung (siehe unten) mit den Interessierten zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Einen großen Zulauf verzeichnete auch die Fachmesse FIBAU 2002 (Finanzieren-Bauen-Kaufen-Modernisieren) am 16. und 17. März in den Räumen der Stadtsparkasse zu Lübeck. Der öffentlich bekannt gegebene Beginn der Grundstücksvergabe für das Südliche Wohngebiet im Hochschulstadtteil ließ über 500 Interessierte den Stand der HEG regelrecht belagern.

Immer mehr Menschen aller Altersgruppen zeigen Interesse an Alternativen zu den üblichen Wohnformen. Sie wünschen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der zukünftigen Ausgestaltung des eigenen Wohn- und Lebensraumes, sie wollen nachbarschaftliche Gemeinschaft mit sozialen Kontaktmöglichkeiten und Unterstützungen.

Wohnprojekte

Erfahrungen mit bereits realisierten Projekten zeigen, daß dort die Chance geboten wird, sich der zunehmenden Individualisierung in der Gesellschaft entgegenzustellen, ohne auf die persönliche Eigenständigkeit verzichten zu müssen. Das gilt insbesondere für ältere, hilfsbedürftige Menschen oder auch für alleinerziehende Frauen und Männer. Nicht zuletzt eröffnen Gruppenwohnprojekte die Möglichkeit, individuell und qualitativ, dennoch kostenreduziert, zu bauen.

Laut Planung sollen im Hochschulstadtteil als Reaktion auf die steigende Nachfrage seitens bauinteressierter Bürgerinnen und Bürger innovative Wohngruppenprojekte realisiert werden. Der HEG ist bereits während der 1. Infobörse neben familienfreundlichen Projekten ein Interesse für integrative und Mehr-Generationen-Projekte sowie Gruppenbau-Selbsthilfe angemeldet worden.

Zur Kontaktaufnahme zwischen Interessenten veranstaltete die HEG ein erstes Treffen am 19. April. Dabei stellten zwei Architekturbüros ihre Projektvorstellung mit mehreren Varianten vor, Fachexperten und ein Büro für Projektentwicklung boten zudem individuelle Betreuung an. Für beide Projekte hat die HEG bei ihrer Vergabe entsprechende Grundstücke im Wohngebiet berücksichtigt.

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