Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 14. April 1998

Kultur und Bildung für alle

Für SozialdemokratInnen sind Kultur und Bildung Grund-

SPD

rechte. Wir halten es für selbstverständlich, daß alle Menschen freien und gleichen Zugang haben zu Bildungs- und Kultureinrichtungen. Wir wollen allen Kindern in Lübeck die Schulbildung ermöglichen, die sie brauchen, um sich nach ihren Fähigkeiten zu entwickeln. Nur so werden unsere Kinder aktiv und kritisch an allen Bereichen des öffentlichen Lebens teilnehmen können.

Das Ziel ist, allen Eltern und Kindern die freie Wahl ihrer Schule und Schulart zu garantieren. Deshalb setzen wir uns dafür ein, das Gesamtschulangebot zu erweitern, weil dort aus Platzmangel jedes Jahr viele Kinder abgewiesen werden müssen.

Beim Land setzen wir uns für die verbindliche Einführung der betreuten Grundschule ein. Durch dieses Angebot werden die Voraussetzungen der Kinder wesentlich verbessert, die sozialen Unterschiede verschwinden. Wir wissen, daß die jetzigen Schulzeiten viele Mütter davon abhalten, wenigstens eine Teilzeitbeschäftigung anzunehmen. Die betreute Grundschule ist deshalb auch eine wichtige Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen am Erwerbsleben.

Die SPD legt besonderen Wert darauf, daß Kinder, die mit einem Handicap leben müssen, optimal gefördert werden. Wo immer es möglich ist, sollten sie in den normalen Schulbetrieb einbezogen werden. Wir sind deshalb für die Einführung weiterer Integrationsklassen.

Auch der Sport ist zunehmend ein fester Bestandteil im Leben vieler Menschen. Die SPD wird sich dafür einsetzen, daß sowohl der Schul- als auch der Freizeitsport in Lübeck besser ausgestattet wird. Wir halten fest am geplanten Bau weiterer Sporthallen.

Lübeck ist eine Stadt mit einer Fülle steinerner Kultur. Deshalb hat für uns der Denkmalschutz eine besondere Bedeutung. Die steinerne Kultur muß durch ein lebendiges Kulturleben ausgefüllt sein. Wir freuen uns, daß es neben städtischen Kulturangeboten ein vielfältiges Kulturangebot freier Gruppen und Träger gibt. Soweit möglich, werden wir diese Initiativen unterstützen; sie zeigen in besonderer Weise die Fülle der Kreativität.

Die SPD ist der Meinung, daß das Theater die Zusammenarbeit mit anderen Bühnen intensivieren sollte. Nicht nur, um Gelder einzusparen, sondern auch um neue Anregungen zu erhalten.

Wir sehen auch in Zeiten finanzieller Not die Kultur nicht als Luxus, Kultur bildet das soziale Gewissen und die soziale Moral der Menschen. Sie ist deshalb ein unerläßlicher Bestandteil der Demokratie.

V.i.S.d.P.:Dietrich Szameit

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