Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 25. Februar 2003

Rat und Hilfe

Blinde und Sehbehinderte stellen sich vor

"Die Lübecker sind schon enorm hilfsbereit", meint Birgit Below, Leiterin der Bezirksgruppe Lübeck des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holsteins. Noch nie sei ihr jemand dumm gekommen, wenn sie beispielsweise vor einem Bus steht und fragt, welche Linie er angeschlagen habe. Daß bei solchen Fragen keiner verwundert ist, führt sie auf ihren weißen Stock, den sogenannten Langstock zurück. "Das ist unser Sicherheitszeichen im Straßenverkehr. Wer sehbehindert ist, sollte so einen benutzen. Die Leute können ja nicht ahnen, daß der andere nicht sieht."

Am nächsten Montag stellt Birgit Below die Bezirksgruppe, die rund 230 Mitglieder zählt und seit Ende der 40er Jahre besteht, in der Bürgerinformation vor. Sie berichtet von den Aktionen und gibt Ratschläge für Betroffene. "Wer plötzlich sein Augenlicht verliert, ist meist verzweifelt und sucht Rat", sagt sie.

Below steht nicht nur Betroffenen zur Seite. Regelmäßig besucht sie Schulklassen, um Schüler und Schülerinnen aufzuklären, wie man sich am besten gegenüber Blinden oder Sehbehinderten verhält. Um zu zeigen, daß man sich mit seiner Behinderung durchaus arrangieren kann, stellt sie Hilfsmittel vor, wie beispielsweise eine sprechende Uhr oder ein Farb-erkennungsgerät. Die Leiterin der Bezirksgruppe schreibt außerdem seit geraumer Zeit Bücher für Blinde. Nach einem Stadtplan, folgten zwei Werke zu den Sehenswürdigkeiten in Lübeck, zwei weitere Bände sind in Planung. Stadtplan (fünf Euro) und Bücher (zehn Euro) sind gegen eine Schutzgebühr in der Tourist-Information, Breite Straße 62, zu bekommen.

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