Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 25. März 2003

Editorial

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Eben, liebe Leser und Leserinnen, keiner wird jünger, alle werden wir älter. Das wäre für sich genommen kein Problem. Schließlich sind Falten Ausdruck von Leid und Freude, sie belegen, daß ihr Träger mehr oder weniger Wissen und Weisheit übers Leben an sich erworben haben muß. Falten also, als sichtbares Zeichen des Alterns, könnten rundherum positiv besetzt sein.

Sind sie aber nicht. Das Schönheitsideal, das uns Tag für Tag von Litfaßsäulen entgegenschlägt, uns abend für abend ins Wohnzimmer flimmert, ist ein anderes.

Nun, mag man von Anti-Aging-Programmen, Antifaltencremes, Pillen und Co halten, was man will. Wir wollen dies an dieser Stelle nicht weiter diskutieren. Einem gesellschaftlichen Bereich aber wollten wir, wenn wir könnten, eine Verjüngungskur verpassen: der Politik.

Im Durchschnitt sind unsere jüngst gewählten Stadtvertreter ganz schön alt, nämlich 50,18 Jahre . Die Sozis sind mit 52,65 Jahren die ältesten Bürgerschaftsmitglieder, es folgen die Liberalen mit 51, die Grünen mit 49,25 Jahren. Die jüngsten sind die Christdemokraten mit durchschnittlich 48,7 Jahren.

Wenn denn Alter etwas mit Weisheit zu tun hat, kann man nur hoffen, daß das Gesamtalter der Bürgerschaftsmitglieder von 2509 Jahren der Hansestadt Lübeck zum Vorteil gereicht, meint Ihre SZ-Redaktion

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