Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 29. April 2003

Saxe: Lübeck ist im Aufbruch

Halbzeit: Bürgermeister ist seit drei Jahren im Amt und zieht Zwischenbilanz

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Vor drei Jahren erstmals auf dem Stuhl des Bürgermeisters: Bürgermeister Bernd Saxe; Foto: M. Erz

"Lübeck ist im Aufbruch, weil wir die Zukunftschancen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger entschlossen nutzen." Mit diesen Worten umreißt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) die Halbzeitbilanz seiner Amtszeit. "Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, daß unser Weg richtig ist", meint Saxe.

Um handlungsfähig zu bleiben, müsse der öffentliche Haushalt saniert werden. Dank der vereinten Kräfte von Bürgerschaft und ihm sei es gelungen, im Jahr 2001 ein ehrgeiziges Programm auf den Weg zu bringen. Durch den Verkauf von Vermögen habe die Hansestadt rund 70 Millionen Euro eingenommen. Der Verwaltung sei gelungen, den Haushalt um rund 50 Millionen Euro zu verbessern. Auch bei der Verschuldung gebe es eine Trendwende: Die städtischen Schulden der Kernverwaltung seien bis Ende 2002 um 31 Millionen Euro auf 458 Millionen Euro gesunken. Als Erfolg seiner Konsolidierungspolitik nennt Saxe auch die Einbindung von strategischen Partnern bei den Stadtwerken.

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehe auch in Zukunft an erster Stelle, sagt Saxe. Lübeck verzeichne mit rund 14 Prozent die höchste Arbeitslosigkeit der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein und liege vor Gelsenkirchen auf dem vorletzten Platz aller Großstädte in Deutschland. "Dies ist eine ernste Bedrohung für den sozialen Zusammenhalt der demokratischen Bürgergesellschaft." Die Hansestadt habe Anstrengungen unternommen, Arbeit zu sichern und Jobs zu schaffen. Seit dem Jahr 2000 habe die städtische Wirtschaftsförderung 52 Unternehmen angesiedelt, die mittelfristig 1100 neue Arbeitsplätze schafften. Hinzu kämen rund 520 Arbeitsplätze durch Unternehmenserweiterungen.

Die Investitionsschwerpunkte liegen nach wie vor im Straßenbau, bei den Schulen und im Hafen. Im Dreijahreszeitraum 2000 bis 2002 wurden in den Straßenbau 78 Millionen Euro (plus 120 Prozent gegenüber 1997 bis Ende 1999), in die Schulen 28 Millionen Euro (plus 55 Prozent) und in den Hafenausbau rund 73 Millionen Euro (plus 81 Prozent) investiert. Die Hansestadt Lübeck habe so ihre Position als Verkehrsdrehscheibe des Ostseeraums gestärkt. "Der Hafen ist eine der Jobmaschinen der Hansestadt", sagt Saxe. Damit das so bleibe, werde man bis 2008 insgesamt 250 Millionen Euro in den Ausbau des Skandinavienkais investieren.

Große Bedeutung für die Zukunft mißt Saxe der International School of New Media und den Media Docks bei. Er erinnert zudem an die Eröffnung des "Günter Grass-Hauses" und an das geplante Willy-Brandt-Haus. Im Beichthaus enstehe ein Archäologiemuseum, das einzigartig in Europa sei. Die Museumslandschaft werde Ende Mai durch die Kunsthalle St. Annen bereichert.

Als ein weiteres wichtiges Ziel benennt der Bürgermeister, Lübeck für junge Familien attraktiver zu machen. Allein im neuen Hochschulstadtteil und am Bornkamp würden rund 1300 Grundstücke ausgewiesen. Ebenso wichtig sei die sozialen Infrastruktur, die eine Vereinbarkeit von Kind und Beruf ermögliche und als wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um Köpfe und Unternehmensansiedlungen gelte.

Siehe: www@luebeck.de

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