Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 29. April 2003

Elbe-Lübeck-Kanal

FDP

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Autorin Dr. Michaela Blunk

V.i.S.d.P: Dr. Michaela Blunk

Liebe Leserin, lieber Leser, ein Sachantrag der FDP galt dem Elbe-Lübeck-Kanal (ELK). Wenige Tage später reichte die CDU einen wortähnlichen Antrag ein, um zu verschleiern, dass sie sich seit der Wende nicht um den Ausbau gekümmert hat, und dass die kleinste Fraktion das wichtige Thema allein auf die Tagesordnung gebracht hat. Seit Jahren hat die FDP sich engagiert. Der ELK ist mit dem Vermerk `Substanzerhalt' in dem Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) aufgelistet. Das bedeutet eine gewisse Verbesserung gegenüber früher, denn Schleusen und Brücken sollen `sukzessive' dem modernen Großgütermotorschiff angepasst werden. Allerdings verraten das Wörtchen `sukzesszive' und die fehlenden Vor- stellungen für die ebenfalls not-wendige Vertiefung des ELK, dass der Ostseeraum und die Lübecker Häfen in den nächsten zehn Jahren nicht an das europäische Binnenwasserstraßennetz angebunden werden sollen. Dann verliert Lübeck endgültig seine Verbin- dungsfunktion, denn Schiffe und Güter müssten sich andere Wege suchen. Der ELK könnte als langsamster Wasserfreizeitweg nach Schwerin dienen.

Außer der FDP hat keine Lübecker Partei diese bedrohliche Situation erkannt. Der neue BVWP ist derzeit in der Anhörung der Länder. Das ist die letzte Chance für Lübeck, eine gezielte Lobbyarbeit für seine Häfen und seine Umwelt in Berlin zu leisten.

Es darf nicht sein, dass nur 5% der in Lübeck anlandenden Güter auf dem Wasserweg, aber 85% über unsere Straßen verteilt werden.

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