Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 18. November 2003

Für ein besseres Miteinander

Konferenz zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen

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Kaufhäuser ohne behindertengerechte Toiletten, unüberwindbare Bürgersteige für Menschen mit Behinderungen ist der Alltag oft mit Schwierigkeiten verknüpft.; Foto: N. Neubauer

Mit einer Konferenz zum "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 - Gleichstellung und Arbeit" am Freitag, 21. November, in den Media Docks soll das Verständnis der Gesellschaft für die Rechte und Bedürfnisse sowie das Potential von Menschen mit Behinderungen verbessert werden. Das sagte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) während einer Pressekonferenz anläßlich dieser Konferenz am vergangenen Mittwoch. Ziel der Konferenz, an der rund 150 Personen teilnehmen, ist es, Anregungen zu geben, bestehende Strukturen zu überdenken und ihre Weiterentwicklung zu fördern. Referenten aus baltischen Staaten sowie Skandinavien werden erwartet. Die Konferenz wird vom Fachbereich Soziales, der EU-Koordinierungsstelle der g/a/b-GmbH und dem Netzwerk "Social Hansa" veranstaltet.

Roswitha Kaske, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, und ihr Kollege von der SPD, Lienhard Böhning, setzen darauf, daß diese Konferenz ein "neues Denken auslöst." So solle bei der Tagung, die sich gerade auch an nicht behinderte Menschen wendet, deutlich werden, mit welchen Einschränkungen Behinderte zurechtkommen müssen. Das fange bei banalen Dingen wie nicht-behindertengerechten Toiletten an und reiche bis zu falschen Vorstellungen, die nichtbehinderte Menschen von Behinderten haben. Erika Bade, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke und selbst an Muskelschwäche leidend, verdeutlichte das an einem Beispiel: "Vielen Behinderten sieht man deren Behinderung nicht an. Dazu zählen Muskelkranke oder auch Spastiker. Es kommt immer wieder vor, daß Menschen mit diesen Behinderungen für Simulanten gehalten werden.

Markt der Möglichkeiten

Parallel zu der Konferenz, die Stadtpräsident Peter Sünnen-wold (CDU) um 9 Uhr eröffnet, stellen sich Organisationen, Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen der Behindertenarbeit mit einer Bilderausstellung und einem sogenannten "Markt der Möglichkeiten" vor.

Die Teilnahme an der Konferenz in den Media Docks ist kostenlos.

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