Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 25. November 2003

Über Ländergrenzen hinweg

Internationale Konferenz zum Jahr der Menschen mit Behinderungen

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Lotte Kellermann, Selbsthilfegruppe Körperbehinderter, und Magdalene Ossege, mixed pickles, tauschten sich auf dem Markt der Möglichkeiten aus.; Foto: N. Neubauer

"Ich bin zufrieden. Die Mischung der Redebeiträge ist sehr gut", zog Marion Woitschik von der EU-Koordinierungsstelle der g/a/b eine erste Bilanz zur Konferenz "Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003". Zwar hätte sie sich eine größere Beteiligung gewünscht - nicht alle der angemeldeten 150 Gäste waren zu der internationalen Tagung erschienen, die die g/a/b mit der Hansestadt am vergangenen Freitag in den Media Docks veranstaltete, doch die Beiträge seien interessant gewesen. Einige Beiträge hätten ihr gezeigt, wie weit das Angebot für Behinderte in Deutschland im Vergleich zu osteuropäischen Ländern entwickelt ist.

"Es ist gut, über die Länder-grenze hinauszuschauen", meinte Lienhard Böhning, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er hofft, daß durch die Konferenz nachhaltige Kontakte zu baltischen Ländern entstehen. "Ein Erfahrungsaustausch mit Mitarbeitern von Einrichtungen in Estland und Lettland kann ich mir sehr gut vorstellen. Daraus würden auch unsere Leute etwas lernen." Enttäuscht zeigte sich Böhning darüber, daß so wenige Lübecker den "Markt der Möglichkeiten" aufsuchten. 20 Gruppen, darunter die KISS (Kontakt- und Informationsstelle des Gesundheitsamtes), die Vorwerker Diakonie und die Marli-Werkstätten beteiligten sich daran. "Wir hatten uns mehr Publikumsverkehr erhofft", bestätigte auch Thorsten Gertulla, Sozialarbeiter der "Brücke".

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