Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. Juli 2019

Ausgabe vom 25. November 2003

Briefe an die SZ-Redaktion

"Im Vorfeld mit Betroffenen reden"

Zu "Stadt will Erbbauzinsen anpassen", SZvom 11. November

Der Deutsche Siedlerbund (DSB) erwartet, daß Politik und Verwaltung der Hansestadt ihren Verpflichtungen nachkommen. Das muß in diesem konkreten Fall bei einer Erbbauzinserhöhung heißen, daß kontinuierlich und moderat alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Nicht angehen kann es, daß - weil möglicherweise Politik und Verwaltung geschlafen oder sich nicht getraut haben - auf einen Schlag eine Erhöhung des Pachtzinses um bis zu 800 Prozent gefordert wird. Ein derartiges Ansinnen ist in den Augen des DSB unmoralisch, zumal es zu einem großen Teil Rentnerhaushalte treffen würde, deren Einkommen ohnehin zur Disposition zu stehen scheinen. Wir, der DSB Kreisverband Lübeck, können uns des Eindrucks nicht erwehren, daß die von uns gewählten Politiker inzwischen alle Bodenhaftung verloren haben.Wir sind der Meinung, gerade solche Absichten müssen im Vorfeld mit den Interessenverbänden und Vertretern der Betroffenen besprochen werden, um zu einer einvernehmlichen, allen gerecht werdenden Lösung zu kommen. Es gab Zeiten, da so gehandelt wurde. Wir können nur hoffen, daß solche Zeiten wierderkehren.

Asmus Schultner

Vorsitzender des Deutschen Siedlerbundes Kreisverband Lübeck

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de