Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 05. Mai 1998

Graffiti auf Schaltkästen

Den wilden Plakatierern in der Stadt soll die Suppe versalzen werden - aber auf die nette Art: Teilnehmer eines Work- camps der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) aus aller Welt werden im Sommer zirka 30 Schaltkästen rund um die Altstadt bemalen, in der Hoffnung, daß die klebende Zunft die Kunstwerke nicht wieder unter neuen Plakatschichten verschwinden läßt. Die Idee zu dieser Aktion entstand im Projekt Stadtpflege.

Eine Woche lang können auch Ferienpaßkinder bei der insgesamt dreiwöchigen Bemalung vom 11. Juli bis 2. August mitmachen.

Ein Künstler, der möglichst aus Lübeck sein sollte, müsse noch für die Beratung und Hilfe der Campteilnehmer gewonnen werden, so Ursula Redecker, Leiterin des Bereichs Jugendarbeit, bei der Vorstellung der Aktion vergangene Woche. Zum Beispiel dürften nur bestimmte Farben verwendet werden, die ins Stadtbild passen. Auszubildende und Schüler vom Berufsvorbereitungs- und Ausbildungszentrum Lübeck Innenstadt (Bali) werden das Projekt vorbereiten, indem sie das Material ausgeben, Fachberatung für die Maler leisten und die Grundierungsarbeiten machen. Schließlich soll die Farbe nicht so schnell wieder abblättern.

15 000 Mark kostet das Camp. Die Finanzierung übernehmen die Possehlstiftung, Lübecker Firmen, die Nordwestdeutsche Gesellschaft für Außenwerbung (NGA) und der Kriminalpräventive Rat der Stadt.

In den Workcamps der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) leben, lernen und arbeiten die Jugendlichen gemeinsam. Das Ziel ist eine solidarische Welt; die Teilnehmer fungieren als Botschafter ihrer Länder.

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