Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 11. Mai 2004

Service durch kurze Wege

Visionen für Lübeck (Teil 1): Hauptbahnhof wird zentraler Verkehrsknotenpunkt

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Nils Dethlefs plant die schnelle An- und Verbindung für Reisende.; Fotos (2): N. Dorel

Kurze Wege und schnelles Umsteigen sind das Ziel von Nils Dethlefs. In seiner Zukunftsvision treffen sich alle Verkehrsteilnehmer am heutigen Lübecker Hauptbahnhof: dazu wird der heutige Busbahnhof (ZOB) über die Schienen, dort wo heute eine Brücke die Gleise verbindet, verlagert. Ein architektonisch modernes dreistöckiges Gebäude verbindet die unterschiedlichen Transportmittel miteinander. Viel Glas in der Konstruktion schafft Licht und Großzügigkeit.

Verkehr in Etagen

Züge kommen demnach im Untergeschoß an, über Rolltreppen sind sie mit der Straßenebene im Erdgeschoß verbunden. Hier befinden sich sowohl ein Rondell für den neuen Busbahnhof, ein Rondell für Taxen sowie ein Rondell für PKW- alle großzügig überdacht, so daß auch bei schlechtem Wetter der Reisende trockenen Fußes umsteigen kann. Kurzzeit- und Langzeitparkplätze sollen in unmittelbarer Nähe auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bundesbahn entstehen.

Fußgänger gelangen über eine direkte Wegeanbindung in die Innenstadt. Straßenunterführungen ersparen lästige Wartezeiten an Ampeln oder Kreuzungen. "Kurze Wege sind ein toller Service", erklärt der 24jährige Architekturstudent seine Vision.

Weiterer positiver Nebeneffekt: Dadurch, daß Fußgänger aufgrund der direkten Innenstadtanbindung keine Straßen mehr kreuzen müssen, kann der Verkehrsstrom am Lindenteller und rund um das Holstentor ungehindert fließen.

Im Obergeschoß des neuen Gebäudes hat Dethlefs einen Gastronomiebereich mit Blick auf die Altstadt vorgesehen. Außerdem sollen diverse Geschäfte die Attraktivität des neuen Knotenpunktes steigern.

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