Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 27. September 2004

Religion als Privatsache?

Es gibt zu wenig Religionsunterricht an Lübecker Schulen, klagten kürzlich Vertreter der Kirchen in der Hansestadt. Deshalb sei die Vermittlung christlicher Werte, auf denen unsere Gesellschaft beruhe, ernsthaft in Gefahr.

Diese Auffassung teilen einer kleinen, nichtrepräsentativen Umfrage des LÜBECK:Fensters (www.luebeck.de) zufolge, allerdings nur knapp ein Viertel (24,8 Prozent) der Umfrage-Teilnehmer. Eine Mehrheit von 55,3 Prozent war statt dessen der Ansicht, mehr Religionsunterricht an Schule tue nicht not, der größte Teil davon (62,4 Prozent) war sogar der Auffassung, Religionsunterricht habe nichts in der Schule zu suchen, weil Religion Privatsache sei.

Der Zahl der Befürworter für mehr Religionsunterricht können indes weitere 20 Prozent zugezählt werden, allerdings mit der Einschränkung, den Unterricht für alle anderen Religionen anzubieten, nicht nur für evangelische und katholische Christen. Aber immerhin: Zusammengenommen sprachen sich somit 44,7 Prozent der Teilnehmer für mehr Religionsunterricht aus.

An der Befragung, die zehn Tage lang auf der Homepage des LÜBECK:Fensters plaziert war, nahmen 624 Personen teil.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de