Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 05. Oktober 2004

Grandioses Finale direkt am Strand

Volvo Champions Race: Segler, Zuschauer und Veranstalter schwärmen von Travemünde

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Boote zum Anfassen, Segler und Zuschauer im Gespräch: Das 'Rennfieber' war geweckt ; Foto: M. Erz

Travemünde in aller Munde: Das Segelereignis "Volvo Champions Race", das nach Starnberg und Rostock am
23. bis 26. September sein Finale in der Lübecker Bucht feierte - bescherte der Hansestadt Lübeck und seinem Seebad Schlagzeilen und umfangreiche Berichte im gesamten deutschen Blätterwald. Was selbst die Travemünder Woche nicht schafft, gelang der Regatta für die zwei olympischen Bootklassen Tornado und 49er spielend: Berichte und Ergebnislisten auch in süddeutschen Lokalzeitungen sowie ein großer Report in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die eigens ihren Segelexperten nach Norden in Marsch gesetzt hatte.

Der Autohersteller Volvo hat damit im zweiten Jahr des Bestehens der Rennserie ein Sportereignis konzipiert, das zukunftsträchtig erscheint und nach Fortsetzung und Nachahmung verlangt. Für Travemünde gab es aus Sicht des Veranstalters die Note "Perfekt".

Die Beschaffenheit des Segelreviers an der Travemündung erwies sich als geradezu ideal für ein publikumsnahes und spektakuläres Wettsegeln in Kurzrennen. "Travemünde war ohne Frage ein großer Erfolg", schwelgte Renndirektor Dirk Neumann noch Tage danach im Gespräch mit der Lübecker Stadtzeitung.

Rund 40 000 Zuschauer

Nicht nur der zuverlässige, ablandige Wind und die optimalen Rahmenbedingungen an dem breiten Sandstrand vor dem Casinohotel hatten es Neumann und den Seglern angetan, sondern auch der Zuspruch von Segelinteressierten. Rund 40 000 Zuschauer zählten die Veranstalter an drei Tagen - mit einem Spitzenwert von 22 000 Leuten am Finalsonntag, die das Segeln unmittelbar am Strand miterlebten.

Der Renndirektor spricht zudem von einem "unglaublichen positiven Feedback" auch bei den teilnehmenden Segelprofis.

Die Doppel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher hätten ihm gegenüber betont, daß Travemünde das Beste gewesen sei, was sie in ihrer langen Segellaufbahn erlebt hätten, berichtete Neumann. "Was kann man mehr wollen?"

Fortsetzung erwünscht

Aus Neumanns Sicht sollte es deshalb im kommenden Jahr unbedingt eine Fortsetzung des Einladungsrennens geben, an dem in Travemünde jeweils 15 Teams beider Bootklassen aus neun Ländern eingeladen waren - allesamt absolute Spitzenkönner ihres Fachs.

Die Entscheidung darüber liegt indes bei dem schwedischen Autohersteller, der in den kommenden beiden Monaten nach gründlicher Analyse entscheiden will, ob er das Champions Race auch im kommenden Jahr stattfinden lassen oder gar eine Dauereinrichtung daraus machen will. "Wir möchten weitermachen", sagt Neumann und ist sich sicher, daß dann in jedem Fall Travemünde wieder dabei sein wird.

Gesamtsieger:

Tornado: Darren Bundock und Will Howden, Australien.

49er: Marcus Baur und Max Groy, Kiel. Travemünde-Sieger: Christoffer Sundby und Bovim Frode Norwegen.

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