Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 05. Oktober 2004

SPD erfreut über Umdenken der Lübecker Union

V.i.S.d.P: Peter Reinhardt

SPD

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Autor: Peter Reinhardt

Es ist gut, dass Lübecks CDU nach langem Hin und Her endlich, die von ihr in der Bürgerschaft gegen die Stimmen der SPD durchgepeitschte generelle Erhöhung der Erbbauzinsen für Vereinssportanlagen auf städtischem Grund und Boden endlich aufgegeben hat. Die Lübecker CDU wollte die Verwaltung lediglich nur in einzelnen und begründeten Ausnahmefällen ermächtigen, freiwillige Zuschüsse an Sportvereine, die höhere Erbbauzinsen nicht aufbringen können, zu gewähren. Zwingende Konsequenz: Um in den Genuss der städtischen Hilfen zu kommen, hätten die Vertreter des Lübecker Sports als Bittsteller bei der Verwaltung auftreten und ihre finanziellen Verhältnisse offen legen müssen. Wir hatten in der Bürgerschaft mit Nein gestimmt, weil wir das nunmehr selbst von der CDU eingeräumte bürokratische Monstrum vorhergesehen hatten. Wir wollten den Lübecker Sport nicht dem Diktat leerer Kassen aussetzen. Wir freuen uns, dass die CDU sich unsere Bedenken nunmehr zu eigen gemacht hat und sich gegen ihren eigenen Vorschlag ausgesprochen hat. Sie schließt sich damit endlich der SPD-Forderung nach einer sportfreundlichen Lösung an. Es ist erfreulich, dass damit die Bemühungen des Turn- und Sportbundes der Hansestadt, den sportfeindlichen Beschluss der CDU zu kippen, erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Der Lübecker Sport mit seinen rund 50000 Mitgliedern in 142 Vereinen hat in der SPD-Bürgerschaftsfraktion einen verlässlichen Partner. Wir stehen weiter zu unserer bisher von der CDU abgelehnten Forderung, die Anpassung der Erbbauzinsen nicht nur für Sportvereine, sondern auch für Kirchen, soziale Einrichtungen und andere gemeinnützige Initiativen ersatzlos zu streichen und damit gegenwärtig nicht zu erhöhen. Wir haben keine Ruhe gegeben und in einem Antrag entsprechende Verbesserungen beantragt. Erfreulich ist, dass die Lübecker CDU sich unserer Forderung angeschlossen hat.

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