Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Oktober 2004

Mit Spaß am Spiel

Schüler und Schülerinnen initiieren Projekt

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Die Schüler hoffen auf den Erfolg des Projektes: Kerstin Howaldt, Annika Dittmer, Selin Engelke, Norman Nemetz und Neele Rusch (v.l.n.r.) ; Foto: M. S. Niemann

Deutsche Jugendliche haben für nichts Interesse und keine eigene Kreativität? Falsch gedacht! Fünf Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs der Lübecker Ernestinenschule beweisen mit ihrem Projektkurs 2004/2005 das Gegenteil: In Eigenregie planen sie, das Lernspiel "Baltic Star" zu vermarkten und möglichst vielen Schulen in der Hansestadt und Umgebung zur Verfügung zu stellen. Entwickelt im Rahmen eines früheren Projektkurses griffen die Jugendlichen die Idee des im Frühjahr von der Edith-Fröhnert-Stiftung prämierten Brettspiels auf.

"Wir haben nach verschiedenen Kostenvoranschlägen einen Spieleverlag gefunden, der `Baltic Star' produzieren soll. Eine Auflage von 700 Stück ist geplant - das sind 100 Klassensätze à sieben Spiele pro Schule", erklärt Neele Rusch. "Baltic Star" ist für Schüler der gymnasialen Mittelstufe sowie für Schüler der oberen Klassenstufen von Haupt- und Realschulen gedacht. Eine Grundschulversion ist ebenfalls in Planung.

Ziel des Spiels: Das bessere Kennenlernen des Ostseeraums und mit Wissen als auch einer Portion Glück möglichst viele "Aufträge" zu erfüllen. Und dies können bis zu vier Spieler pro Spiel anhand von speziellen Fragekarten - sie erhalten mit ihnen fundiertes Basiswissen über die Anrainerstaaten der Ostsee.

Für Selbstkostenpreis

"Durch den Verkauf des Spiels soll kein Gewinn erwirtschaftet werden, es soll aber auch nicht umsonst sein - sondern unsere Vorstellung ist, dass die Schulen eine Art Schutzgebühr unter dem Selbstkostenpreis pro Spiel zahlen", so die Jugendlichen. Das soll helfen, "damit das Spiel nicht gleich in der Ecke steht". Eine Version von "Baltic Star" wird zwischen zehn und zwölf Euro kosten. Die Schüler rechnen: "Das ergibt bei 700 Spielen Kosten in Höhe von 7.000 bis 8.400 Euro.

Mit zirka 3.000 Euro kalkulieren wir die Schutzgebühr der Schulen. Für den Rest der Finanzierung suchen wir Stiftungen Sponsoren, die uns bei der Vermarktung des Spiels helfen". Es bestehe die Möglichkeit, Logos von den "Helfern" auf Karton oder Spielanleitung abzudrucken, ergänzen die Gymnasiasten.

Wer den Schülern unter die Arme greifen, bei ihrem Projekt unterstützen oder einfach nur mehr wissen möchte, kann sich bei Norman Nemetz unter Telefon 0451/396008 oder per Mail: norman.nemetz@web.de informieren.

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