Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Oktober 2004

Standortkonzept für Dräger

Lübeck bietet alle Voraussetzungen für erfolgreiches Unternehmen

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Rohwer und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe haben vergangenen Montag ihr gemeinsames Konzept zur Verbesserung der Standortposition für die Lübecker Firma Dräger Medical an Theo Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG, und Dr. Wolfgang Reim, Vorstandsvorsitzender der Dräger Medical AG & Co KGaA, übergeben. "Angesichts der historisch gewachsenen Strukturen am heutigen Standort, die zu Kommunikations- und Produktionsabläufen geführt haben, die nicht optimal sind, habe ich Verständnis für die Überlegungen von Dräger Medical, den Standort Moislinger Allee in seiner jetzigen Struktur zu überprüfen. Der internationale Wettbewerb lässt Dräger nicht unberührt. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir, Stadt und Land, mit dem heutigen Angebot einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Dräger Medical hier in Lübeck zu halten", sagte Wirtschaftsminister Dr. Rohwer beim Pressegespräch im Dräger Forum in Lübeck. Bürgermeister Saxe ergänzte: "Dräger gehört zu Lübeck, wie Marzipan und Holstentor. Die Medizintechnik gehört zu einem der bedeutendsten und innovativsten Wirtschaftszweige in der Hansestadt Lübeck. Der Name Dräger ist wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell eng mit dieser Stadt verbunden. Die Standortpläne Drägers sehen wir als große Herausforderung für Stadt und Land, der wir uns uneingeschränkt stellen werden. Ich bin deshalb der festen Überzeugung, dass der Wirtschaftsstandort Lübeck alle Voraussetzungen für ein global erfolgreich agierendes Unternehmen bieten kann".

Erforderliche Investitionen können, so Rohwer und Saxe, mit hoher Wahrscheinlichkeit über die Förderinstrumente Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert werden. Über die mögliche Förderhöhe könne aber erst nach Vorliegen der konkreten Pläne gesprochen werden. Dazu sagte Wirtschaftsminister Dr. Rohwer: "Es steht für mich außer Frage, dass wir für Dräger Medical ein sehr attraktives Angebot machen werden, dass das rechtlich und finanziell Machbare ausreizen wird. Dieses Unternehmen mit seinen zahlreichen Arbeitsplätzen und seinem hervorragenden Image ist nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Land von ganz erheblicher Bedeutung".

Daneben kann die Stadt mit wesentlicher finanzieller Unterstützung durch das Land eventuell erforderliche verkehrliche Umbaumaßnahmen vornehmen, die im Fall der Entwidmung der Finkenstraße (diese öffentliche Straße zerschneidet das Dräger Werksgelände) erforderlich würden. Weiterhin sind Stadt und Land bereit, Möglichkeiten für eine verbesserte Anbindung des Flughafens Blankensee an internationale Luftverkehrsknotenpunkte zu prüfen. Zur Stärkung des Medizintechnikstandortes Lübeck will das Land gemeinsam mit der Universität in Lübeck ein Kompetenzzentrum "Atmung" aufbauen.

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