Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 29. März 2005

"Young (e)motion" im Koki

Ein Kino-Projekt von und für Lübecker Jugendliche - Ganzjährige Reihe

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Girls-Power: Gesa, Lisa, Irina, Nadja und Anna moderieren Young (e)motion; Foto: M. S. Niemann

Sie sind jung, dynamisch und setzen sich ein - für die Freizeit ihrer Altersgenossinnen und -genossen. Und für gutes Kino.

Die Schülerinnen Gesa, Irina, Lisa, Nadja und Anna werden künftig ab dem 4. April die Reihe "Young (e)motion" im Kommunalen Kino (Koki), Mengstraße 35, moderieren.

"Damit wird eine Lücke geschlossen, die zwischen dem gut besuchten Kinder- als auch Erwachsenenkino besteht", erklärt Angela Buske in ihrer Funktion als Projektmitarbeiterin.

Nichtkommerzielle Kost

Gezeigt werden im 14-tägigen Rhythmus jeweils montags ab 18 Uhr Jugendfilme, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen, der Eintritt kostet jeweils drei Euro. "Wir wollen hochwertige Kinokost zeigen, die im kommerziellen Kino keine Chance hatte", so Angela Buske. Sie verweist auf spannende Filme aus dem skandinavischen Raum, "die leider nach den Nordischen Filmtagen (NFL) in Deutschland nicht mehr zu sehen sind". Die Reihe "Young (e)motion), die das jugendliche Publikum im Alter von 12 bis 18 Jahren ansprechen soll, erstreckt sich auf ein volles Jahr, ausgesucht wurden die Filme bereits für sechs Monate. Los geht es mit Eminem und "8 Mile" - quasi als "Leckerbissen" für Neugierige.

"Ein klasse Projekt" findet auch Linde Fröhlich, Vorsitzende der künslterischen Leitung der NFL. Ihre Kompetenz konnte und kann genutzt werden, um die qualitativ hochwertigen skandinavischen Jugendfilme den Lübecker Jugendlichen zu "servieren". Ebenso angetan zeigt sich Kultursenatorin Annette Borns. Sie möchte, "dass die Jugendlichen Unterhaltung und Spaß im Kino haben, gern auch mit medienpädagogischem Ansatz".

Zwei der Mädchen, Gesa und Irina, sind Moderatorinnen im Offenen Kanal Lübeck und freuen sich jetzt schon auf die neue Aufgabe im Koki: "Immer nur die langweiligen High-School-Filme aus den USA müssen nicht sein. Es gibt noch so viel andere gute Streifen", bekräftigt Irina. Jeweils zwei Mädchen werden einen Kinoabend moderieren, nach dem Film gibt es die Möglichkeit zu zwanglosen Gesprächen rund um den Movie.

Die Reihe "Young (e)motion" wird mit 8.930 Euro von der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR) gefördert. Kooperationspartner sind weiterhin die Lübecker Aids-Hilfe und mixed pickles e. V. - hier sind gemeinsame Veranstaltungen mit brisenten im September geplant. msn

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