Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 12. April 2005

Erfolg mit Systemischer Beratung

Fortbildung ging in Lübeck zu Ende - Neue Perspektiven für die "Schüler"

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Die frisch gebackenen Systemischen Berater mit ihren Zertifikaten.; Foto: M. S. Niemann

In einem Jahr eine neue berufliche Grundlage, oder eine, die auf bisherige erworbene Kenntnisse aufbaut, zu erhalten war das Ziel neun neugieriger Frauen und Männer. Sie nahmen an der von der Arbeitsagentur Lübeck geförderte Fortbildung "Systemische/s Supervision Coaching Mediation" teil und lernten im Vollzeit-Unterricht und diversen Praktikas, wie Hilfestellung in der Praxis gestaltet wird.

Praxisnahe Hilfe

"Unsere Schüler lernen, wie Verhaltensweisen ablaufen und erkennen einen Zusammenhang, warum beispielsweise destruktives Verhalten entsteht und wie es sich ausdrückt. Daraus wird eine Strategie zum Umgang damit entwickelt, die andere Sichtweisen ermöglicht. Hieraus entwickeln sich wiederum erweiterte Handspielräume und letztendlich kann gezeigt werden, wie ein Konflikt positiv gelöst wird - indem der Schwerpunkt auf die Stärken des Einzelnen gelegt wird anstatt auf seine Schwächen", erklärt Johann Schweißgut, Leiter des Instituts für Komplexe Systeme (IKS) in Siegen. Das Erlernte kann und soll im Alltag wichtige Hilfestellung, gar eine Dienstleistung sein: Mediation bei Eheleuten, Coaching von Firmenteams, Supervision... Mit diesen, für manchen eventuell fremdartigen Begriffen sollen Menschen darin untersützt werden, sich selbst und ihre beruflichen und/oder privaten Lebenszusammenhänge optimal zu organisieren. Die Kunden können Einzelpersonen, Paare, Familien, Arbeitsgruppe, Teams oder Organisationen sein.

Eine Idee für die Zukunft hat Ute Chandler schon fest in ihrem Kopf. Die 50-jährige Lübeckerin will für Frauen ab fünfzig Jahre persönliche Beratungen anbieten. "Diese Frauen erleben eine oft geänderte Lebenssituation, stecken in privaten Umbrüchen. Hierbei möchte ich helfen und eine pädagogische Fachberatung anbieten, die auch Trauerbegleitung umfasst".

So wie Ute Chandler Zukunftspläne hat, wissen auch die anderen acht Teilnehmer ganz genau, was sie wollen: ihren Mitmenschen helfen.

Dass ihnen die Ausbildung Spaß machte und sie von dem wertvollen Wissen profitieren, merkt ein Außenstehender auf den ersten Blick: Der Umgang miteinander ist herzlich. Niemand fühlt sich als Konkurrent, es gilt das konstruktive Miteinander.msn

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