Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 15. November 2005

Den Kapitänen zu Ehren Tradition wird seit 31 Jahren gepflegt

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Zahlreich erschienen sie zum "Tag der Kapitäne", die Männer in seefahrerblauen Anzügen. Der traditionsreiche Tag jährte sich bereits zum 31. Male, und insgesamt nahmen 39 Kapitäne, darunter neun aktive, und Vertreter von Reedereien, an ihm teil. Empfangen wurden die Teilnehmer aus Polen, Dänemark, Schweden, Finnland und Deutschland am 10. November von Stadtpräsident Peter Sünnenwold im Roten Saal des Rathauses, bevor es weiter zur Bundespolizei-Fliegerstaffel Nord in Bad Bramstedt ging. Dort informierten sie sich über die Aufgaben und Ziele der Grenz- und Seeüberwachung.

Sünnenwold begrüßte die Gäste gebührend mit Marzipan und Rotspon, machte sich jedoch Sorgen um ein Thema, das Seefahrern nahe steht: der Hafen. Laut Planungen der Kieler Landesregierung sollen Teile der Trave nachträglich unter Naturschutz gestellt werden, um die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU getreu umzusetzen. Das könnte allerdings den Ausbau des Hafen stark behindern. "Vom Hafen sind 5.000 Arbeitsplätze abhängig, wir als Hansestadt und Politik müssen gegen die Umsetzung wirken", forderte Sünnenwold.

Doch zunächst galt es den Tag zu genießen. Genossen hat der frisch gebackene Kapitäns-Sprecher Jukka Tapiovaara. Der 59-jährige Kapitän der MS Finnhansa fährt seit 40 Jahren zur See. Mittlerweile ist er der dienstälteste Kapitän bei Finnlines. Für die Reederei fahren 70 Schiffe mit 140 Kapitänen, fünf unter finnischer Flagge. Wie lange Tapiovaara noch zur See fährt? "So lange ich Lust habe", sagt der Kapitäns-Sprecher verschmitzt. Der Finne referierte nach dem Abendessen in der Schiffergesellschaft über die aktuelle Situation des "Hafenstandortes Lübeck". Der "Tag der Kapitäne" wurde organisiert vom Hafenkapitän und Bereichsleiter Hafen- und Seemannsamtes Henning Redlich. msn

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