Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 15. November 2005

Lübeck als Lebkuchen-Stadt Warnsdorfer Weihnachtsmarkt feiert 20. Geburtstag

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Ulrike Dahl, Bürgermeisterin der adventlich lübschen Lebkuchenstadt, vor der Silhouette vom Maritim Strandhotel Travemünde bis zur Altstadt.; Foto: R. Bartsch

"Was könnte man ganz Besonderes zum 20. Jahr des Bestehens unseres Weihnachtsmarktes machen? Etwas, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Was Groß und Klein gleichermaßen begeistert und zugleich auch ein Dankeschön für viele Jahre Kundentreue sein soll?" - so stand es über der Vorstellung einer offensichtlich wieder einmal absolut gelungenen Aktion in der Ideenschmiede
Karl's Erlebnis-Hof Warnsdorf bei Travemünde. Im Grunde unglaublich, was sich dort immer wieder als Überraschung präsentiert. Denn einen Weihnachtsmarkt initiieren ist das eine, das andere daraus nicht nur ein Angebot zu gestalten, sondern eben eine Aktion zu kreieren. Auf einen kurzen Nenner gebracht, werden dort ab 19. November 2005 bis einen Tag vor Heiligabend nicht nur Hänsel und Gretel am Knusperhäuschen knabbern können. Viele Hänsels und Gretels und natürlich ihren Hänselchen und Gretelchen werden Gelegenheit haben, die größte Lebkuchenstadt in Ostholstein zu besuchen und dabei einen Rundgang durch ein so süßes Lübeck machen zu können, wie es seinesgleichen suchen dürfte. Bei allem Marzipan: Beim Spaziergang durch die Lebkuchenstadt Lübeck mit bis zu 60 Zentimeter hohen typischen Backsteinhäuschen, verziert mit Zuckerschnee und Farbglasuren, werden nicht nur Kinderaugen leuchten, auch die in stimmungsvolles Licht getauchte winterliche Landschaft entlang der Trave wird zum Traumerlebnis.

Weihnachtsmarkt heißt natürlich wieder, nach ausgefallenen Kostbarkeiten, liebevollen Landdekorationen und wunderschönen Geschenkideen schauen zu können. Viele reizende Dinge rund um Advent und Weihnachten dürften die Besucherinnen und Besucher erneut überraschen. Und in der riesigen Auswahl frisch geschlagener Tannen wartet das geeignete Weihnachtsbäumchen oder der -baum darauf, "nach Hause" geholt zu werden. Aber bei allem diesem fröhlichen Treiben soll ebenso an jene gedacht werden, für die dieses nicht so selbstverständlich wäre. Aus Anlass des 20. Geburtstages gibt es eine dementsprechende Idee:
Karl's Lebkuchenstadt Lübeck gibt es ebenfalls zum Verschenken: "Holen Sie sich ein Stück Lübeck auf den Gabentisch", Lübeck "zum Reinbeißen" heißt es zu einer großen Versteigerung am 22. und 23. Dezember jeweils von 15 bis 16 Uhr. Sieben Euro sind das Mindestgebot, das sicher locker immer wieder überboten wird, denkt man dabei an den dafür vorgesehen Spendenzweck Ronald McDonald Haus in Lübeck. Geöffnet sein wird die Lebkuchenstadt täglich einschließlich sonntags von 9 bis
19 Uhr. Jeden Tag werden unter allen Besuchern Einkaufsgutscheine für den Bauernmarkt im Wert von 10 Euro verlost. Am ersten Adventswochenende sind es außerdem zwei mal zwei Eintrittskarten für das Roland-Kaiser-Konzert in Hamburg.

Und so wurde die größte Lebkuchenstadt Ostholsteins gebaut: Nach "Man nehme": 960 Kilogramm Mehl, 80 Kilogramm Butter, 24 Kilogramm Lebkuchengewürz, 12 Kilogramm Salz, 320 Kilogramm Zucker, 240 Kilogramm Honig, 240 Liter Sirup. 80 Liter Wasser und 2.400 Eier. Alles dies verarbeiteten sieben fleißige Karl's "Erdbären", die ihr Zuckerbäckertalent entdeckt haben, in über 1.500 Stunden. Aus 800 einfachen, blanken Lebkuchenplatten mit den Maßen 60 mal 40 Zentimeter zauberten die Lebkuchenfeen Anke, Marion und ihre "Heinzelmädchen" ihre Knusperhäuschen lübscher Prägung. Dabei aber außerdem das Travemünder Maritim, das Niederegger-Haus oder sogar... die Lohmühle!

Wer zuvor das eigene Talent noch nicht gekannt hatte, entdeckte es schließlich beim sorgsamen Verzieren mit Zuckerschnee, Mohn, Rosinen, Mandeln und anderen Leckereien. RB

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