Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 20. Dezember 2005

Neuer Möbelmarkt für Lübeck

Einrichtungskette Dodenhof baut ab März in Genin - Zusammenarbeit mit Einzelhandel

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Die Innenansicht des viergeschossigen Dodenhof-Einrichtungshauses, das ab Mitte 2007 seine Tore ffnen soll.; Entwurf: Architektenbüro RWK

"Ich habe nie daran gezweifelt". Mit diesen Worten kommentierte Bürgermeister Bernd Saxe die Einreichung des Bauantrages für den dritten Dodenhof-Standort. Neben den Märkten Posthausen und Kaltenkirchen soll ab Mitte 2007 der Möbelmarkt im Gewerbepark Genin-Süd Lübecker und Nicht-Lübecker zum Einkauf locken. "Die Einreichung des Bauantrages ist ein schönes Zeichen für Lübeck", erklärte Saxe. Vor Jahren sei Kritik laut geworden, in der Hansestadt gebe es zu wenig Möbelhäuser. "2002 machten wir uns auf, diese Angebotslücke zu schließen", so Saxe. Jetzt sei, mit einiger Verspätung, diese Lücke geschlossen worden.

Die Verspätung von einem Jahr der Antragseinreichung und Baubeginn (März 2006), erklärte Dodenhof-Geschäftsführer Berndt Chylla: "In unserem Standort Kaltenkirchen gab es Schwierigkeiten mit geplanten Baumaßnahmen, so dass sich diese und damit der Baubeginn in Lübeck verzögerte". Und noch ist der Bauantrag, der 15 Aktenordner umfasst, nicht ganz komplett: Etwa fünf bis sechs Ordner fehlen noch für die Möbelabholungs- und Auslieferungshalle. Ab März wird auf dem 170.000 Quadratmeter großen Gelände, von Dodenhof im Jahr 2002 von der Hansestadt Lübeck und dem KoordinierungsbüroWirtschaft in Lübeck (KWL), mit dem Roden und Erdbauarbeiten begonnen. "Von der großen Fläche wird das Einrichtungshaus nur einen kleinen Teil in Anspruch nehmen", erläutert Chylla. In den kommenden Jahren seien "Anbauten" geplant wie ein Baumarktsortiment, Sport- und Spielwarenverkaufsflächen und auch ein Lebensmittelmarkt wäre nicht undenkbar.

Doch zunächst wird sich auf das Einrichtungshaus, entworfen vom Düsseldorfer Architektenbüro RKW, konzentriert. Es soll ein viergeschossiges Gebäude, teilweise unterkellert für Lagerräume, werden, Die Verkaufsfläche wird 38.000 Quadratmeter betragen, die Nutzfläche 50.000 Quadratmeter. Verwöhnen will Chylla die Kundschaft mit dem Gastroniebereich: "Wir wollen unseren Kunden die Verweilzeit versüßen". Mit dem Markt entstehen rund 300 Arbeitsplätze, darunter 20 Ausbildungsplätze.

Angst vor Konkurrenzkämpfen mit dem Lübecker Einzelhandel hat Chylla nicht: "Ich kann mir eine gute Zusammenarbeit in Form von gemeinsamen Aktionen wie verkaufsoffene Sonntage oder diverse Veranstaltungen vorstellen". Eine Stärke des Möbelhauses sei, dass Kunden bis zu 100 Kilometer fahren um Möbel zu kaufen und anschließend in der Innenstadt shoppen. "Unser Ziel ist auch, den Möbelumsatz in Lübeck zu halten und damit den Grundstein für ein erfolgreiches Haus zu legen", schließt Berndt Chylla und bekräftigt sein Vertrauen, sich im Möbelmarkt-Wettbewerb Schleswig-Holsteins behaupten zu können.msn

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