Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 20. Dezember 2005

 Für den Ernstfall gewappnet

Kreisverbindungskommando soll im Schadensfall helfen

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Sie probten für den Ernstfall und lernten ihre Katastrophenschutz-Partner wie Feuerwehr, THW, Polizei und Bundespolizei besser kennen: Stabsbootsmann Hans Henschel, Hauptmann Paul Gerhard Röttger, Oberstleutnant Michael Starbusch, Major Joachim Schönfeld (hinten v. l.); Kapitänsleutnant Niko Willert, Senator Thorsten Geißler, Oberstleutnant zur See Matthias Baas, Oberfeldwebel Wolfgang Böhmke (vorne v. l.). ; Foto: M. S. Niemann

Fünf Tage, vom 9. bis 13. Dezember, standen zehn Männer des Lübecker Kreisverbindungskommando (KVK) im Zeichen eines möglichen Katastrophenfalls - sie übten für Härtefälle und trafen sich mit Vertretern der Polizei, Berufsfeuerwehr, Bundespolizei und des Technischen Hilfswerkes (THW). Oberstleutnant Michael Starbusch, Leiter des KVK, zog ein positives Resümee: "Im Falle eines Katastrophenfalles können wir gerufen werden, um sofortige Hilfe zu leisten. Werden Gerätschaften oder Männer der Bundeswehr gebraucht, kann auch damit geholfen werden".

Im November 2004 wurden bundesweit als Modellversuche die Kreisverbindungskommandos eingerichtet, so auch in Lübeck. Das KVK soll Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdiensten im Schadensfall zu unterstützen, beispielsweise bei Hochwasser, Chemieunglücken und Stromausfällen. Die Gruppe speziell ausgebildeter Reservisten stellt im Rahmen der zivil-militärischen usammenarbeit (ZMZ) die Verbindung zwischen der Bundeswehr und zivilen Einheiten her.

Tritt der Notfall ein, so kann der Innensenator die Gruppe von Spezialisten heranziehen. "Die Stadt unterstützt das Kreisverbindungskommando, es ist wichtig im Fall der Fälle soviel Hilfe wie möglich zu erhalten", erklärt Lübecks Innensenator Thorsten Geißler. Er dankte gleichzeitig den Arbeitgebern der Männer für die Bereitschaft, den Soldaten für den Ernstfall von ihrer Erwerbstätigkeit freizustellen.

Die absolvierte Wehrübung war bereits die zweite in diesem Jahr, ein spezieller Lehrgang soll im nächsten Jahr folgen. "Mit nach Hause" nehmen die Männer Informationen über Sicherheitsauflagen für den Umschlag gefährlicher Güter per Schiff, geübt am Skandinavienkai, den Umgang mit Explosiv-Gefahren verschiedener Sprengstoffe nach Flugzeugabsturz auf dem Truppenübungsplatz in Putlus (Ostholstein) und ein möglicher Anmarsch im Katastrophenfall über die Drehbrücke in Richtung Innenstadt.msn

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