Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 24. Juli 2019

Ausgabe vom 17. Januar 2006

Ein Jahr ARGE Lübeck

Ergebnisse können sich sehen lassen

Nach einjähriger Arbeit haben der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, Sozialsenator Wolfgang Halbedel und der Leiter der Agentur für Arbeit Lübeck, Jürgen Spiekermann, vergangenen Freitag gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Lübeck, Markus Dusch, Bilanz über die Ergebnisse der ARGE in 2005 gezogen.

"In den vergangenen zwölf Monaten hat die ARGE Lübeck bereits viel erreicht und bewiesen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr leistungsfähig sind. Nachdem Anfang 2005 noch die Gewährung des Arbeitslosengeldes II im Vordergrund stand, wurde ab dem Frühjahr und besonders seit Jahresmitte die Qualifizierung und Integration der arbeitslosen Frauen und Männer forciert. Die Aktivitäten konzentrierten sich dabei vor allem auf die Jugendlichen unter 25 Jahren", sagten Saxe und Spiekermann.

Bis Ende 2004 hatten die Agentur für Arbeit Lübeck und die Hansestadt Lübeck das Arbeitslosengeld II und Sozialgeld für rund 25.000 ehemalige Bezieher von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe berechnet und ausgezahlt.

Bis Dezember 2005 erhöhte sich die Zahl der Leistungsbezieher auf 29.000. Bezogen auf die Bedarfsgemeinschaften bedeutete dies eine Steigerung von 40 Prozent gegenüber der vom Bund 2004 geschätzten und erwarteten Anzahl an Bedarfsgemeinschaften in der Hansestadt Lübeck. Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen stieg von 17.800 im Januar auf 21.200 im Dezember.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften lag im Dezember bei 16.366, das entspricht einer SGB II-Quote von 13,8 Prozent. Damit weist die Hansestadt Lübeck, im Vergleich zu den übrigen kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein, die geringste Quote auf, so Dusch. Einer der Gründe dafür ist, dass in Lübeck mehr Personen wieder in Arbeit vermittelt werden konnten, als in anderen kreisfreien Städten. Auch die Arbeitslosenquote ist in Lübeck erfreulich stark zurückgegangen: Gegenüber dem Jahresanfang 2005 um rund vier Prozentpunkte. Saxe: "Einen derart starken Rückgang hatten wir in den vergangenen 20 Jahren nicht."

Bis Juni 2005 wurden nach und nach die vier Standorte "Agentur für Arbeit" im Januar, "Kaninchenborn" und "Innenstadt" im Februar und "Kücknitz" im Mai bezogen. In den vier Geschäftsstellen und der Auslagerung "Wahmstraße" arbeiten insgesamt 285 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiteten insgesamt 52.082 Neuanträge und erledigten 137.155 Kundenanliegen in Form von persönlichen Vorsprachen in den Eingangszonen, schilderte Monika Seger, stellvertretende Geschäftsführerin der ARGE.

An die Hilfebedürftigen wurden im vergangenen Jahr 2005 insgesamt rund 165 Millionen Euro ausgezahlt. Abzüglich der Beteiligung des Bundes an den Unterkunftskosten in Höhe von 29,1 Prozent musste die Hansestadt Lübeck rund 43 Millionen Euro aufzubringen - zuzüglich der Verwaltungskosten, die für die Erledigung der kommunalen Aufgaben entstanden sind.

"Die Beteiligung des Bundes an den Kosten für Unterkunft muss auch zukünftig gewährleistet sein", forderte denn auch Saxe. Senator Halbedel ergänzte: "Ein Ausstieg des Bundes, wie im vergangenen Jahr von der Bundesregierung geplant, ist für keine Kommune tragbar."

Von Januar bis Dezember 2005 meldeten sich bei der ARGE Lübeck insgesamt 13.600 Frauen und Männer arbeitslos, 12.000 haben im selben Zeitraum die Arbeitslosigkeit wieder beendet.

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