Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 17. Januar 2006

Lübecks Kunst und Kultur auf vielfältige Art erleben

Führungen: Biotechnologie, Grass-Ausstellung oder Kunsthalle

Auch in dieser Woche bieten Lübecks kulturelle Einrichtungen wieder Führungen durch ihre Ausstellungen beziehungsweise Häuser an. Eine Führung durch die Ausstellung "Exil und Moderne" bietet die Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, an. Sie findet am 22. Januar, um 15 Uhr statt. Der Eintritt kostet sechs Euro. Gezeigt wird ein Kunstereignis der herausragenden Art: "Exil und Moderne - H.W. Janson und die Sammlung der Washington University in St. Louis". Zu sehen sind Schlüsselwerke der Exilkunst von Max Beckmann, Max Ernst, Paul Klee und wichtige Meisterwerke von Vertretern der Klassischen Moderne wie Georges Braque, Lyonel Feininger, Pablo Picasso, Jean Miró, Henri Matisse. Daneben sind auch die Begründer der modernen amerikanischen Kunst, wie Jackson Pollock, Alexander Calder, Willem de Kooning und andere in dieser Ausstellung vertreten.

"Von Thomas Mann zu Günter Grass" lautet das Thema einer Führung, die das Buddenbrookhaus am 18. Januar, 14 Uhr, anbietet. Zunächst führt ein Rundgang durch das Buddenbrookhaus, anschließend werden die Teilnehmer zu einem Kurzbesuch in das Günter Grass-Haus geführt. Die Teilnahme kostet acht Euro.

Eine Führung durch die beiden Dauerausstellungen bietet das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, am 21. Januar an. Die Führung beginnt um 14 Uhr. Die Teilnahme kostet inklusive Eintritt acht Euro. "Die Manns - eine Schriftstellerfamilie" spiegelt die Geschichte der Familie Mann wider. Ausgehend von den ungleichen Schriftstellerbrüdern Heinrich und Thomas Mann, ihren Vorfahren, Geschwistern und Lebenspartnern spannt die Ausstellung in sechs Stationen einen Bogen über ihre Zeitgenossen bis hin zu ihren Nachfahren. Die zweite Ausstellung "Die 'Buddenbrooks' - ein Jahrhundertroman" schildert die Entstehung, Handlung und Wirkung von Thomas Manns nobelpreisgekrönten Roman.

Wer sich für die Geschichte des Burgklosters, Hinter der Burg 2-6, interessiert, kann am 21. Januar um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein Kloster gewidmet. Erbaut wurde das "Maria- Magdalenen-Kloster", so der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert.

Neben dem Burgkloster liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 21. Januar, um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451) 122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de vereinbart werden. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker Archäologie zu sehen, durch die die Besucher einen guten Eindruck vom Alltag des mittelalterlichen Lübeckers bekommen.

Interessierte haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung durch das Grass-Haus einen Einblick in "Atelier und Schreibwerkstatt von Günter Grass" zu bekommen. Die Ausstellung zeigt den Künstler als Romanautor und Lyriker, Grafiker, Maler und Bildhauer. Außerdem wird im Obergeschoss die neue Ausstellung "Die Unsterblichen - Die Bilderwelt des Weiten Feldes von Günter Grass" präsentiert. Die Führung findet am Sonnabend, 21. Januar, um 15.30 Uhr im Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, (mindestens fünf Teilnehmer) statt und dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme kostet sieben Euro.

Die Overbeck-Gesellschaft, der Kunstverein in Lübeck, bietet während der laufenden Ausstellungen jeweils sonntags um 15 Uhr Führungen im Pavillon, Königstraße 11, Behnhausgarten, an. Die Führung am Sonntag, 22. Januar, dauert etwa eine Stunde, die Teilnahme kostet 1,50 Euro. Noch bis zum 29. Januar 2006 ist die Ausstellung von Kerstin Kartscher zu sehen. Die Künstlerin hat am 20. November 2005 den "Overbeckpreis für bildende Kunst der Gemeinnützigen" erhalten. Aus feinen Linien entstehen Landschaften von imaginären Reisen, die in erfundenen Zeiten stattfanden.

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