Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 28. März 2006

Fleißige Sammler in der Hansestadt

Aktion "Sauberes Lübeck" stößt auf große Resonanz

Lübeck ist seit dem Wochenende wesentlich sauberer. Mehr als 1200 Bürger, darunter viele Kinder und Jugendliche sammelten in ihren Stadtteilen Müll, der jetzt unter dem geschmolzenen Schnee zum Vorschein gekommen war. 40 Vereine, Kindergärten, Schulen und Betriebe beteiligten an der Aktion "Sauberes Lübeck".

Für den Bereich Vorwerk hatte der Förderverein des dortigen Bürgerhauses den Frühjahrsputz organisiert. Hier beteiligten sich rund 60 Bewohner des Viertels an der Reinigungsaktion. Darunter auch die E-Jugend des VfL Vorwerk, die einen abgefahrenen Reifen und einen Bürostuhl sowie einige Müllsäcke voll Unrat von ihrer Tour mitbrachte. Die Sammler des SPD-Ortsverbands brachten sogar einen funktionierenden Fernseher zum Bürgerhaus, wo Umwelt- und Innensenator Thorsten Geißler den Müllsammlern stellvertretend für alle 1200 dankte. "Die Leute, die sich an dieser Sammlung beteiligen sind schon umweltbewusst und interessieren sich für das Stadtbild", sagte Geißler. "Schön wäre es auch die Zeitgenossen zu erreichen, die immer wieder diesen Schmutz verursachen."

Mit 60 Müllsammlern hat sich die Teilnehmerzahl in Vorwerk in diesem Jahr erheblich erhöht. Woran das liegt, weiß auch Organsiator und Vorsitzende des Bürgerhaus-Fördervereins Peter Jugert nicht genau. "Die Vorwerk-Schule hat schon am Freitag in ihrem Umfeld gesammelt und da hat eins der Kinder einen 20-Euro-Schein gefunden. Das hatte sich dort schnell rumgesprochen", berichtet er. Ob das auch zu der regen Beteiligung am Sonnabend geführt hat, bleibt zu bezweifeln. Wichtig ist für die Organisatoren, dass sich in diesem Jahr mehr Menschen daran beteiligt haben, ihren Stadtteil sauberer und damit auch die ganze Stadt schöner zu machen. Völlig unverständlich ist für Peter Jugert ist, wie unbedacht die Menschen mit dem Pfandgeld für Getränkeflaschen und -dosen umgehen. "Wir haben auf einem Spielplatz alleine 25 Flaschen mit Pfand gefunden", berichtet er. Abgesehen davon, dass Bierflaschen auf einem Spielplatz nichts verloren haben, findet Jugert es eine Verschwendung des Pfandgeldes.

In der Innenstadt waren es vor allem die Feuerwehr und die DLRG. Sie säuberten die Trave rund um die Altstadtinsel. Dabei zogen sie etliche Fahrräder und auch Einkaufswagen aus dem kalten Morast. MB

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